Harpstedt - Bei der Weiterentwicklung des Schulstandortes Harpstedt laufen derzeit alle Gespräche auf die Umwandlung der Haupt- und Realschule in eine Oberschule hin­aus – endgültig ist die Entscheidung aber noch nicht getroffen. Das erklärten Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes und Schulleiter Peter Bilski am Dienstag während eines Pressegesprächs.

In der vergangenen Woche hatte der mit Vertretern aller Harpstedter Schulen, der Politik, der Verwaltung und Elternvertretern besetzte Arbeitskreis Schulentwicklung getagt. Karl-Heinz Book, schulfachlicher Dezernent der Landesschulbehörde, informierte den Arbeitskreis über verschiedene Optionen für den Standort. Klar ist: Für eine Oberschule mit gymnasialem Zweig, wie von der SPD beantragt, reichen die Schülerzahlen in Harpstedt derzeit auf keinen Fall aus. Für eine Oberschule, an der Schüler mit Haupt- und Realschulempfehlung unterrichtet werden, reichen die Voraussetzungen. In den Gremien der Schule sei die Stimmung recht eindeutig für die Oberschule, erklärte Bilski. Sie könnte verhindern, dass die Zahl der Hauptschüler langsam wegbreche und biete den Lehrern bessere Differenzierungs- und Fördermöglichkeiten.

Lediglich die Elternvertreter seien noch zurückhaltend mit einer offiziellen Stellungnahme, weil ihre Kinder, die bereits jetzt an der Schule unterrichtet werden, von einer Umwandlung gar nicht mehr betroffen wären und sie noch weiteren Informationsbedarf sehen.

Aktuelle und zukünftige Eltern sollen am Mittwoch, 22. Oktober, ab 19 Uhr in einer Infoveranstaltung mit dem Schulleiter der Oberschule aus Hatten, Stephan Piper, über Voraussetzungen und Konzepte einer Oberschule informiert werden.

Parallel zu der Willensbildung in der Elternschaft wird auch in den politischen Gremien weiter diskutiert werden müssen. Der Antrag auf Umwandlung der Haupt- und Realschule in eine Oberschule müsste bis zum 31. Oktober gestellt werden – wenig Zeit für die Sitzungen von Schulausschuss, Samtgemeindeausschuss und Samtgemeinderat. Diese Gremien sind es, die letztlich den Antrag stellen würden. Book habe im Arbeitskreis deutlich gemacht, so erklärten Bilski und Cordes, dass alle Beteiligten in der Schule und beim Schulträger hinter diesem Antrag stehen müssten.