Huntlosen - Mit blauer Kreide schreibt Hevi „Syrien“ auf die Tafel, die auf dem Hof vom Grünen Zentrum in Huntlosen aufgebaut ist. Genauso wie die Zehnjährige verewigen auch die anderen Besucher des Sommerfestes der Kulturen am Donnerstag ihr Heimatland: Bulgarien, Pakistan, Belgien oder Russland. Das Fest, das zum ersten Mal stattfand, organisierte die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) Großenkneten.

Zareen Mohammed kam vor rund zwei Monaten von Kiel nach Huntlosen und war auch beim Sommerfest am Nachmittag dabei. „Ich komme aus dem Irak“, schrieb er auf die Tafel. „Unser Unterricht trägt Früchte“, sagte LEB-Regionalleiterin Karin Pieper.

Die Grammatik falle ihm noch etwas schwer, erklärte Mohammed, der sich Deutsch zum größten Teil selbst beigebracht hat. „Im Arabischen gibt es nur einen Artikel, im Deutschen drei“, erklärte er. Auch die Umstellung von links nach rechts zu schreiben, sei schwierig.

Beim Sommerfest der Kulturen stand Reden, Trinken und Essen für ihn auf dem Programm, sagte Mohammed – und natürlich Spaß und das gegenseitige Kennenlernen.

Rund 50 Personen aus der Nachbarschaft, von den Sprachkursen, vom Café Willkommen in Huntlosen, Integrationslotsen, Dozenten, sowie Vertreter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, des Kreislandvolkverbandes und Bürgermeister Thorsten Schmidtke waren vor Ort, um sich auszutauschen.

Das Fest sei für Interessierte mit und ohne Migrationshintergrund gedacht, sagte Pieper. Sie freute sich über den großen Zulauf und auch noch unbekannte Gesichter in den Gesprächsrunden zwischen Wassermelone und Backwaren.

Unter anderem standen für die Gäste beim Fest Sprachprogramme zum Ausprobieren auf dem Programm. Zudem malte Dozent Alexej Spadi mit den Kindern. Draußen gab es eine kleine Fotoausstellung und Spielmöglichkeiten für die Kinder.