Sande - „Die Stars gehen – die Fans bleiben“ haben sich die Abgänger des zehnten Jahrgangs des Schulzentrums am Falkenweg in Sande zum Abschied von ihrer Schule auf ihre Shirts drucken lassen. Einer der Fans ist Schulleiter Hans-Joachim Vogt. Immer wieder betonte er in seiner Abschiedsrede, wie stolz er auf seine Schüler ist, auf das was sie sich erarbeitet haben, was sie erreicht haben. Und er machte ihnen Mut, mit den Zeugnissen, die ihnen nun überreicht werden, den Weg weiterzugehen, den sie begonnen haben.

Gerne benutzt Vogt bei solchen Anlässen Bilder aus der Seefahrt. Die Eltern haben ihre Kinder kielgelegt, in der Schule erfolge nun der Stapellauf. Die jungen Leute würden ins Fahrwasser hinausgelassen, hinein in die See, die sicher auch mal rau und ungemütlich wird, sagte Vogt. Eltern und Lehrer haben den jungen Leuten das Rüstzeug für das Leben vermittelt. „Nun liegt es an Euch“, so Vogt, „macht etwas draus.“

Insgesamt 98 Jugendliche verlassen das Schulzentrum in Sande, darunter auch Schüler einer Klasse, die von anderen Schulen als Schulversager aufgegeben wurden und die in Sande eine neue Chance erhalten haben. Die haben sie genutzt: Alle Schüler haben ihre Schulabschlüsse geschafft. Mehr noch: Etliche haben bereits Ausbildungsverträge in der Tasche, beginnen nach den verkürzten Sommerferien Anfang August ihre Lehre. Andere drücken weiter die Schulbank und wollen an der Berufsbildenden Schulen ihre Startchance in den Beruf weiter verbessern und ihr Abitur machen.

Dass auch das Handwerk wichtiger Teil ist und große Chancen bietet, machte Vogt klar. „Die Gesellschaft braucht Euch. Den Maurer und den Metallarbeiter genauso wie die Fachkraft im Büro.“ Das Handwerk werde in seiner Bedeutung oft unterschätzt, kritisierte Vogt. Die Schüler seien auch mit einer soliden Berufsausbildung im Handwerk auf der sicheren Seite.

Entscheidend für den weiteren Erfolg sei, nun nicht nachzulassen, nach Lösungen zu suchen, wenn es mal nicht weitergeht.

Schulsprecher Hassan Hammoud nutzte die Gelegenheit, sich vor Eltern und Lehrern im Namen aller Mitschüler zu bedanken und bat um Nachsicht, „wenn wir mal über die Stränge geschlagen haben.“ Das liege am Alter. Hans-Joachim Vogt klopfte ihm lachend auf die Schulter: „Alles, was gewesen ist, ist vorbei.“

Auch Schulelternratsvorsitzende Melanie Hillers trat ans Mikrofon und ging auf das Ende der Schulzeit, den Abschied von Schulgebäude, von Lehrern und Mitschülern ein und dass sich nun für viele die Wege trennten. Auch sie wurde metaphorisch, griff zur „Tour de France“, sprach von schwierigen Etappen, die zu meistern gewesen wären und von der Königsetappe, die nun gelungen sei.

Für Unterhaltung sorgten die Musikklasse von Sina Ohlmann und die Theatergruppe mit einem kurzen Lehr-Stück.