VIELSTEDT - Streiche wurden auch damals schon gemacht, erinnerten sich schmunzelnd die ehemaligen Klassenkameraden der Jahrgänge 1938 bis 1943, die Sonnabendnachmittag nach fünf Jahren wieder einmal zusammen kamen, um in alten Zeiten zu schwelgen. Nach dem Krieg gingen alle Schüler in der in den 60er Jahren aufgelösten Volksschule Vielstedt in eine Klasse, Unterricht war von Montag bis Sonnabend.

Auf dem Schulweg wurde oft Halt gemacht am Garten von Oma Mansholt, blickte Werner Osterloh zurück. Dort habe eine Wasserpumpe gestanden, an der Schulbuben einfach ganz schlecht nur so vorbeigehen konnten. Wenn es kalt wurde, erinnerte sich Klassenkamerad Heinz Meyer, habe man Holz und Torf mit in die Schule bringen müssen. „Morgens wurde dann als erstes gemeinsam der große gusseiserne Ofen im Schulraum angefeuert.“ „Oft mussten wir Torf mit einem provisorischen Flaschenzug hoch auf den Boden ziehen“, wusste Hermann Würdemann noch ganz genau, „und oben hing Pfefferminz zum Trocknen.“ „Da haben wir uns hin und wieder mal eine gedreht“, so Würdemann. Nur erwischen lassen durfte man sich nicht, die Lehrerin der Unterklasse, Meta Wesser, sei eine ganz Strenge gewesen.

Einen vergnüglichen Nachmittag verbrachten die Schulabgänger der Jahrgänge 1938 bis 1943 am Sonnabend bei ihrem Klassentreffen im Vielstedter Bauernhaus. Harry Beutler hatte bereits vor fünf Jahren ein Wiedersehen organisiert und schon da stand fest, dass dieses Treffen wiederholt werden soll.

30 ehemalige Schüler, von denen einige auch längere Anfahrtswege nicht scheuten, blätterten bei dem Klassentreffen in vergilbten Fotoalben, die von vergangenen Zeiten erzählten, tauschten ganz unterschiedliche Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit aus und bereicherten den Nachmittag teilweise mit amüsanten Anekdoten aus dem Schulalltag. Denn, darin waren sich die ehemaligen Pennäler einig, vor allem das Gute behält man in Erinnerung.