Ganderkesee - Das Gymnasium Ganderkesee hat mit Erfolg am weltweiten Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ teilgenommen. 75 Schüler der Klassen fünf bis neun hatten sich freiwillig zu dem Test gemeldet. Dabei mussten sie 24 (fünfte und sechste Klasse), beziehungsweise 30 (ab siebte Klasse) Aufgaben in 75 Minuten lösen. Zum Vergleich: Klassenarbeiten dauern in der Regel 45 Minuten.

„Die Zeit ging aber schnell rum, weil das Lösen der Aufgaben Spaß bereitet hat“, berichtet Jette Hafermann, die einen ersten Preis gewonnen hat. Wilma Weigandt (ebenfalls erster Preis) ergänzt: „Manche Aufgaben waren dabei leicht, andere ziemlich schwer und haben Dinge abgefragt, die wir im Unterricht noch nicht behandelt haben.“ Dies ist jedoch so gewollt. „Die Aufgaben sind in drei verschiedene Schwierigkeitsstufen unterteilt“, erklärt Lehrerin Daniela Ernst, die den Wettbewerb gemeinsam mit Michael Hauburger am Gymnasium organisiert hat.

Neben dem richtigen Lösen aller Aufgaben geht es in der Klausur darum, wer den „größten Sprung“ macht, also die meisten Aufgaben in Folge richtig löst. Daher kommt der Name „Känguru“.

Für die Schüler war die Knobelei eine willkommene Abwechslung, wie Isabell Feldmann (dritter Preis) berichtet: „Mathe ist nicht mein Lieblingsfach; in der Grundschule gefiel es mir besser. Aber der Känguru-Wettbewerb ist freiwillig und macht mir Spaß.“ Dem stimmen auch Jere Heißenbüttel (erster Preis) und Amelie Bosse (dritter Preis) zu: „Wir konnten die richtige Lösung ankreuzen, mussten also nicht so viel schreiben und haben die Zeit zum Denken genutzt.“

Dass mehrere erste Preise verliehen wurden, lag daran, dass die besten fünf Prozent in Deutschland allesamt geehrt wurden. Durch Wettbewerbe wie diesen soll bei den Schülern Interesse an der Mathematik geweckt werden. „Die Begeisterung ist in den unteren Klassen groß, und das ist schön zu sehen“, sagt Daniela Ernst. Die fünf Preisträger wollen auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.