Donnerschwee - Theaterprojekte mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern gibt es schon einige im Internationalen Jugendprojektehaus (IJP) des Vereins Jugendkulturarbeit in der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne. Erstmals arbeiten hier nun Deutsche, Ungarn, Isländer und Rumänen zusammen. Die ausländischen Gäste haben sich seit einer Woche zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Helene-Lange-Schule auf die „Suche nach dem Glück“ gemacht. Herausgekommen ist ein Theaterstück, das an diesem Sonnabend ab 19 Uhr im Jugendprojektehaus (Eingang Schlieffenstraße) aufgeführt wird. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
50 Jugendliche waren an dem Projekt beteiligt. In der ersten theaterpädagogischen Phase versuchten die Gruppenleiter Bjarni Snæbjörnsson (Island), Susanne Ufer, Samira Bauerfeind und Peter Sax (Universität Pécs, Ungarn), Ellen Tichy (Lucian-Blaga-Universität Sibiu, Rumänien) sowie Alice Rölleke und Ilona Schlalos (Helene-Lange-Schule), mit ihren Gruppen die Stereotypen und Vorurteile herauszuarbeiten, die die Jugendlichen mit den jeweils anderen Nationen verbinden. Schnell zeigte sich, dass Deutschland immer noch mit seiner Geschichte verbunden wird, aber auch mit Pünktlichkeit, Lautstärke und Bier. Bei Rumänien denken viele an Dracula, Sinti- und Romakulturen, bei Island an Kälte, Dunkelheit und Vulkane, bei Ungarn an Pferde und Gulasch. Im zweiten Teil ging es um die individuelle Erfahrung und das persönliche Glück. Die Teilnehmer setzten ihre Vorstellungen in Theaterszenen um.
Die Jugendlichen arbeiten aber nicht nur an dem Projekt, sie wohnen auch im IJP und hatten in dieser Woche reichlich Gelegenheit, einander kennen und verstehen zu lernen. Sprachprobleme gab es keine, alle sprechen ausreichend englisch, viele der rumänischen und ungarischen Teilnehmer sogar ausgezeichnet deutsch.
