Büppel - „Mein Körper gehört mir“ ist der Titel eines Theaterstücks, das zurzeit vor Schülern der dritten und vierten Klassen der Grundschule Büppel gezeigt wird. Die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück zeigt das Präventionstheater, das Kinder gegen sexuellen Missbrauch und Gewalt sensibiliseren soll.
Mit dem Stück „ermutigen wir Kinder deshalb seit über zehn Jahren, ihren Nein-Gefühlen uneingeschränkt zu vertrauen, anderen von ihnen zu erzählen und sich Hilfe zu holen“, heißt es bei der Theaterpädagogischen Werkstatt. Im klassischen Sinne ist „Mein Körper gehört mir“ auch kein Theaterstück, sondern eine Szenenfolge, in denen die jungen Zuschauer einbezogen werden. Gespielt wird von einem Schauspielerpaar (in Büppel Sophia Gerdes und Mario Forkel) Situationen, in denen die körperlichen Grenzen von Kindern überschritten und verletzt werden, und sie thematisieren Facetten sexueller Gewalt. Da entwickelt sich aus einem Chat eine bedrohliche Situation für ein Mädchen, das sich von einem Urs, der vorgibt, ein Junge zu sein, zu einem Treffpunkt locken lässt. Eine andere Szene: Ein neuer Nachbar lädt ein spielendes Mädchen ein, seine Kinder in der Wohnung kennenzulernen. Daran diskutieren die Schauspieler mit den Kindern und entwickeln daraus drei Fragen: „Habe ich ein Ja- oder Nein-Gefühl? Weiß jemand, wo ich bin? Krieg ich Hilfe, wenn ich welche brauche?“ Wer nur eine dieser Fragen mit Nein beantwortet, sollte sich nicht auf unbekannte Situationen einlassen, so die Botschaft. Sophia Gerdes kennt die Grundschule in Büppel schon von einem Auftritt von vor zwei Jahren. „Die Kinder machen super mit“, ist ihre Erfahrung.
Finanziert wird das Theaterprojekt in Varel vom Lions-Club Varel, der einen großen Teil aus dem Adventskalenderverkauf für die Präventionsarbeit verwendet. Seit vielen Jahren ermöglicht der Lions-Club Varel allen Grundschulkindern in Varel und Umgebung, das theaterpädagogische Stück anzuschauen.
