Rostrup - Muss ein Landwirt oder eine Landwirtin Gewinde schneiden können? Muss er (oder sie) wissen, an wie viele Bundesländer Bayern grenzt oder was Inflation bedeutet? Offensichtlich ja, denn diese Aufgaben – neben vielen anderen – mussten die jungen Leute aus dem zweiten und dritten Lehrjahr lösen, die am Donnerstag am Berufswettbewerb für Auszubildende der Land-, Haus-, Tier- und Forstwirtschaft an der BBS in Rostrup teilgenommen haben.

Neben einem schriftlichen Teil mit einem Test von Allgemein- und Fachwissen und einem Referat gehörte auch praktische Arbeit zum Wettbewerb. In einer Werkstatt mussten sich junge Männer und Frauen in der Metallbearbeitung beweisen. Aus einer Mutter und einer Schraube wurde mit Säge, Bohrer und Gewindeschneider ein Flaschenöffner gefertigt.

In einem weiteren Raum galt es, 20 Gegenstände richtig zu bestimmen – von der Wasserpumpenzange über Buchweizen und Rasensamen bis zu verschiedenen Düngemitteln. Während mancher Auszubildende vor dem doch recht exotischen Buchweizen ziemlich ratlos stand, ist die Bestimmung für die Mehrzahl der Schüler keine so große Hürde.

„60 bis 70 Prozent schaffen die meisten, einige auch 80 Prozent“, sagte einer der Prüfer, die darauf achteten, dass sich die Schüler nicht gegenseitig helfen.

Relevant für das Ausbildungsergebnis ist der Wettbewerb nicht, aber eine gute Vorbereitung auf die späteren Prüfungen, findet Annegret Ahlers vom Ammerländer Landvolkverband. Der Verband organisiert den Wettbewerb, der von der Landwirtschaftskammer und Lehrkräften der BBS fachlich begleitet wird. Als ehrenamtliche „Richter“ waren zusätzlich viele Landwirte an diesem Vormittag in Rostrup.

Rund 60 junge Männer und Frauen haben am Donnerstag an dem Wettbewerb in der BBS in Rostrup teilgenommen, die Besten gehen weiter zum Gebietsentscheid, der am 14. März ebenfalls in Rostrup stattfinden wird. Und auch die nächste Stufe, der Landesentscheid, findet im Ammerland statt: Vom 31. März bis 1. April in der Deula in Westerstede.