Wildeshausen - Mit Urkunde und Zeugnis in Händen beendeten die 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sonnabend den Schulungskursus des Imkereivereins in Wildeshausen. Auf dem Anwesen von „Bienenvater“ Harald Wulferding überreichte Vorsitzender Uwe Endesfelder nicht nur die Auszeichnungen an die Jung-Imker. Zudem gab es auch noch eine praktische Unterweisung im Honigschleudern und Informationen rund um die Honig-Ernte für die künftigen Jung-Imker zwischen acht und 60 Jahren.

„Nach diesem Erfolg wollen wir als Imkerverein künftig alle zwei Jahre einen Kursus für Jung-Imker anbieten“, kündigte der Vorsitzende auf Nachfrage an. Demnach wird die Veranstaltungsreihe in 2014 erneut angeschoben. „Bis dahin begleiten wir die jetzigen Jung-Imker vor Ort, telefonisch und bei direkten Fragen, denn Wissen ist nötig, um die richtigen Erfahrungen im Umgang mit den Biene zu machen“, erklärte Endesfelder. Tatsächlich übernehmen die Jung-Imker je ein Jung-Bienenvolk. Das müsse aufgebaut, gefüttert, betreut und auch im Hinblick auf die Varroa-Milbe behandelt werden.

Zehn Unterrichtstermine waren angeboten worden, um ein Grundwissen der Imkerei zu vermitteln. Ein Großteil des Unterrichts fand im DRK-Mehrgenerationenhaus in Wildeshausen statt. Aus Wildeshausen und der Umgebung wie Brettorf, Dünsen und Ahlhorn waren die Teilnehmer in die Kreisstadt gekommen, um mehr über die Bienenzucht zu erfahren.

„Eine Bienenhaltung ohne Schulung geht nicht, denn die Biene ist immer noch ein Wildtier. Da muss man schon genau wissen, wie mit den Tieren umgegangen werden muss, soll am Ende auch eine Honigernte stehen“, erklärte Harald Wulferding, der sich schon lange Jahre der Imkerei verschrieben hat, Vorsitzender war und als Fachmann gilt. „Ohne Harald geht es nicht“, gab dazu auch Uwe Endesfelder zu verstehen.

Die Schulung drehte sich dabei um Themen wie Biologie der Honigbiene, Honig-Ernte, Bienen-Krankheiten aber auch Praxis der Bienenhaltung. Da war auch die Rede von Spritzmitteln, Mono-Kulturen, ausgeräumter Natur, geschwächtem Immunsystem der Honigbienen und Rückgang der Insekten im Allgemeinen. Endesfelder: „Ziel muss es am Ende sein, Imker flächendeckend auf dem Lande zu verteilen und so für eine gute Bestäubung und damit auch Honigernte zu sorgen.“