Wildeshausen - Im Obergeschoss der BBS an der Feldstraße in Wildeshausen erläutert Reber Sami Abdu den Besuchern unter den kritischen Augen seines Lehrers Ronny Anweiler die Anforderungen der einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Handel. Ein Stockwerk tiefer bietet Lehrer Oliver Harms einen Mini-Berufswahltest an, während im Erdgeschoss Hochschulen und Universitäten aus der Region sowie aus Groningen um künftige Studenten werben.
Das Spektrum des Tags der offenen Tür an den Berufsbildenden Schulen am Freitag ist weit gefächert. Mit seinen neuen Räumlichkeiten glänzt der Standort St.-Peter-Straße, der nach Angaben von Schulleiter Gerhard Albers mit beachtlichem finanziellen Aufwand zu einer der modernsten Bildungseinrichtungen in der Region ausgebaut worden ist. Ein Shuttlebus befördert die Besucher zwischen den Standorten.
Viele junge Männer testen die Fahrsimulatoren des großen Lkw, der im Innenhof an der Deekenstraße neben dem Infomobil der Bundeswehr aufgebaut ist. „Das Interesse ist groß“, freut sich der Teamleiter des neuen Bereichs „Fahrzeugtechnik“, Gerd Rowold, und bezieht dies auch auf die Kfz-Werkstätten, wo modernste Messtechnik zur Reparatur- und Fahrzeugdiagnose aufgebaut ist.
Über mangelnde Resonanz kann sich auch das Berufliche Gymnasium Technik, Schwerpunkt Mechatronik, nicht beschweren. Teamleiter Hob Ali Maasoumy und Schülerin Laura Rieg nutzen die Gelegenheit, Mädchen für das oft fremde Berufsfeld zu begeistern. „Obwohl ich die einzige Schülerin in der Klasse bin, habe ich mich von Anfang an wohl gefühlt“, betont Rieg, die nach ihrem Abschluss Maschinenbau studieren möchte und sich schon auf „super Berufsaussichten“ freut. Punkten können die Mechatronik-Schüler auch mit ihren praxisnahen Modellen etwa für ein automatisches Tor.
Lediglich der Zuspruch am Nachmittag hätte angesichts des attraktiven Angebots noch größer ausfallen können.
