Viele gute Erinnerungen, aber auch Gastgeschenke sind vom Partnerschaftstreffen am Wochenende in der Kreisstadt übrig geblieben. Wildeshausen ist seit 30 Jahren mit Evron (Frankreich) und 15 Jahre mit Hertford (England) verschwistert. Eine weitere Zusammenarbeit mit der polnischen Stadt Alwernia, 36 Kilometer westlich von Krakau, bahnt sich an. „Für die Geschenke suchen wir nun einen Platz“, sagte Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi. Er erhielt im Anschluss an die Erneuerungszeremonie eine Stadtansicht Hertfords aus dem 17. Jahrhundert, überreicht von Bürgermeisterin Brenda Haddock und Ratsmitglied Nik Wilson. Auch die Kreisstadt war nicht knauserig mit Gastgeschenken: Es gab Pralinen (aus Bremer Produktion) und ein Wildeshausen-Buch.

Besonders herzlich war der Austausch unter den Vereinen: Annegrete und Hans Braun packten eine große Lampe aus, die filigran aus Steinen hergestellt worden ist. Carine Choisnet vom Partnerschaftskomitee aus Evron überreichte das gute Stück. Elisabeth Däubler-Fahl von den „Freunden von Hertford“ bedankte sich mit Wein bei Ann und David Kirby, den Motoren der Partnerschaft auf britischer Seite. „Wir können unser Haus eigentlich schon in Hotel Wildeshausen umbenennen“, meinte Ann Kirby über den zahlreichen Besuch aus dem Oldenburger Land.

Seit 30 Jahren begleitet Günther Thuns die Partnerschaft mit Evron. „Ich bin schon als Wachesoldat nach Frankreich gefahren“, erzählt er. Regelmäßig ist die Familie von Michel Plu bei den Thuns zu Gast. Die Kinder Jean-Michel, Eric und Nathalie haben ihre Sommerferien regelmäßig in Wildeshausen verbracht. Am vergangenen Wochenende gehörte auch Busfahrerin Claudine Hocde zu den Übernachtungsgästen. Michel Plu bedankte sich bei der Abfahrt bei den Familien Thuns, Klostermann und Ellerhorst für die Gastfreundschaft: „Diese Partnerschaft hat unzerstörbare Freundschaften geknüpft.“

Feste Bande sind auch Alain Priser aus Locmellar (Bretagne) und MichaelaNiester eingegangen, die sich beim Gildefest 1992 in Wildeshausen kennengelernt haben. Alain war einem Freund gefolgt, der damals als Koch bei Hermann Müller im „Roten Haus“ arbeitete. Im Jahr 2000 heiratete das deutsch-französische Paar. Gemeinsam mit Sohn Lannig (4) sahen sich Alain und Michaela Priser die Ausstellung im Rathaussaal an. Auch der Steppke war ganz auf das Partnerschaftstreffen eingestellt: Er trug ein T-Shirt mit französischer Flagge und auf dem Kopf ein Deutschland-Käppi.

Ein großer Erfolg war der Sponsorenlauf „Schüler laufen für Schüler“, der die Integrationsbemühungen der Wildeshauser Schulen voranbringen soll. „Es kamen rund 4500 Euro für Projekte zusammen“, freute sich Roni Moklaschi vom Jugendzentrum Wildeshausen. Ein großes Helferteam, zu dem auch Anne Brinkmann (Hauptschule), Kathrin Fraas (Wallschule), Sabrina Gleißner (Holbeinschule) und Dr. Kathrin Huntemann gehörten, hatte die Veranstaltung im Krandelstadion auf die Beine gestellt. Sie bedankten sich nochmals bei den Sponsoren. „Alle Beteiligten haben eine tolle Arbeit gemacht“, erklärte Moklaschi.

Sportliche Wallschule in Wildeshausen: 108 von 384 teilnehmenden Mädchen und Jungen aus den 2. bis 4. Klassen legten das Sportabzeichen ab. Die Urkunden für 50 mal Bronze, 29 mal Silber, 25 mal Gold und 4 mal Gold mit Zahl überreichten am Freitag in der Aula Schulleiterin Roswitha Remmert und die Sportabzeichenobfrau des Kreissportbundes, Renate Otte, die zum letzten Mal in dieser Funktion tätig wurde und dafür mit Blumen bedacht wurde. Otte hatte noch einen Gutschein über 60 Euro dabei. Für das Geld soll neues Sportgerät angeschafft werden. Darüber freute sich auch die Sportobfrau der Schule, Inke Bajorat.