Bonn - Gute Übernahmechancen und von Anfang an Gehalt – das reizt viele Schulabgänger an einem dualen Studium. Die Kombination aus dem Studieren und einer Ausbildung oder Praxisphasen im Unternehmen ist aber nicht ohne. „Die Belastung ist auf jeden Fall höher als in einem regulären Studium“, sagt Klaus Weber, Leiter der Berufsorientierung beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).
Bevor Jugendliche sich bewerben, sollten sie deshalb Absolventen befragen. Sie könnten ein realistisches Bild von der Arbeitsbelastung geben.
Duale Studiengänge sind auf dem Vormarsch: Ihre Zahl ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent auf 1461 gestiegen. Auch im Nordwesten bieten diverse Hochschulen in Kooperation mit Betrieben solche Ausbildungen an, darunter die FHWT (Diepholz/Vechta/Oldenburg) oder die Berufsakademie Oldenburg oder öffentliche Fachhochschulen.
Gut sei auch, vor einer Bewerbung bei dem infrage kommenden Unternehmen ein Praktikum zu machen. So sehen Jugendliche am besten, ob ihnen die Unternehmenskultur und das Betriebsklima liegt, erklärt Weber. Auf jeden Fall sollten Schulabgänger sich genau über den Betrieb informieren. Anders als bei anderen Studiengängen binden Hochschüler sich früher an ein Unternehmen.
2013 waren 64 400 Personen in einem dualen Studium eingeschrieben. Viele Studienangebote fallen fachlich in den Bereich Wirtschaftswissenschaften (43,2 %) oder Ingenieurwissenschaften (40).
