Ganderkesee - Nach den Weihnachtsferien sollte es endlich losgehen mit dem Unterricht im neuen Schulgebäude des Gymnasiums Ganderkesee – daraus wird aber nichts: Der Erweiterungsbau, obwohl eigentlich bezugsfertig, werde vorerst nicht in Betrieb genommen, teilte Direktorin Dr. Renate Richter am Donnerstagabend der NWZ  mit.

Die neunten und zehnten Klassen, die zum Schulbeginn im neuen Jahr in den dreigeschossigen Neubau umziehen sollten, müssen „zunächst in den ungeliebten Containerräumen bleiben“, so Richter. Die Schüler, die vor den Ferien schon auf die neuen Räume eingestimmt wurden, seien auf der Homepage des Gymnasiums über den neuen Stand informiert worden.

Noch eine Verzögerung also, nachdem der ursprüngliche Einzugstermin nach den Herbstferien im Oktober 2016 schon verschoben werden musste und es danach auch mit der Inbetriebnahme Ende November nicht klappte. Probleme mit der Trocknung der Fußböden und Lieferschwierigkeiten bei den Türen waren seinerzeit die Gründe.

Jetzt liegt es an der Feuertreppe: Das Material dafür sei verspätet geliefert worden, räumt Maik Ehlers ein, Leiter des Schulamtes der Kreisverwaltung. Der Aufbau könne erst in der nächsten Woche erfolgen. Solange aber der Brandschutz in den oberen Etagen nicht gewährleistet sei, dürfe Unterricht nur im Erdgeschoss stattfinden.

Das kollidiert indes mit den Plänen der Schulleitung: Nach Angaben von Renate Richter sollte das Erdgeschoss des 4,25 Millionen Euro teuren Neubaus erst im Februar von der Oberstufe belegt werden – unter anderem, weil noch Möbel fehlen. Auf den Umzug in die erste und zweite Etage vorbereitet waren indes die Neunt- und Zehntklässler. „Nun haben wir also die Situation, dass für die Schüler, die umziehen sollen, keine Räume bereitstehen, während für diejenigen, für die Räume da sind, die Möbel fehlen“, bedauert die Direktorin. Hinzu komme, „dass wir nicht genau wissen, wie lange es sich verzögert.“

Laut Schulamtsleiter Maik Ehlers sollte in der kommenden Woche der Abbau der Klassen-Container auf dem Schulhof beginnen. Die werden nun aber aus Sicht der Schulleitung weiterhin gebraucht, solange die insgesamt 27 Unterrichts-, Gruppen-, Fach- und Funktionsräume im Neubau nicht bezogen werden können. Dessen offizielle Einweihung ist übrigens für Donnerstag, 16. Februar, vorgesehen. Bleibt abzuwarten, ob dieser Termin gehalten werden kann.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)