Bockhorn - 34 Vorschläge für einen neuen Namen des Jugend- und Seniorenzentrums sind von Bürgern bei der Bockhorner Verwaltung eingereicht worden. Der Schul-, Jugend-, Kultur-, Sport- und Marktausschuss konnte sich am Dienstag noch nicht auf einen Favoriten einigen. Bürgermeister Andreas Meinen: „Es sind viele gute Vorschläge darunter, es ist schwierig, eine Auswahl zu treffen.“

Über die gute Beteiligung der Bockhorner freuten sich alle Parteisprecher. Heinke Sieckmann (CDU) setzte sich für „Hus för Jung un Old“ ein, Harald Duttke (FDP) votierte für „Alte Schule“, weil das Gebäude des Jugendzentrums eben früher eine solche war, oder für „Bürgerzentrum Bockhorn“. Christa Hoppenheit (UWG) sprach sich zudem für „Haus der Begegnung“ aus. Walter Daxl vom Seniorenbeirat schlug „Generationsbegegnungsstätte Alte Schule“ vor. Aus diesen Vorschlägen werden Fraktionen, Verwaltungsausschuss und Rat den Namen aussuchen.

Ein weiteres Thema beim Ausschuss war die Schul-Mensa. Nach den Sommerferien gibt es an der Bockhorner Grundschule einen offenen Ganztag (die NWZ  berichtete). Die Mittagsverpflegung der Schüler muss gewährleistet werden, und dafür soll jetzt ein „Mensanutzungsvertrag“ mit dem Landkreis Friesland als Träger der Oberschule Bockhorn abgeschlossen werden. Andreas Meinen erklärt: „Das geschieht im Rahmen der Kooperation beider Schulen.“

Gleichzeitig wird auch in der Grundschule Grabstede der „Ganztag“ kommen. Hier wird die Mensa in einem Klassenraum eingerichtet. In Bockhorn kosten ein Mittagessen 3 Euro, in Grabstede 3,50 Euro (verschiedene Versorger). Der Bürgermeister erklärte dazu: „Damit den Eltern ein einheitlicher Preis angeboten werden kann, schlagen wir vor, dass die Gemeinde den Differenzbetrag übernimmt.“ Er schätzt die Gesamtkosten pro Jahr auf 800 Euro. Die Leiterin der Grundschule Bockhorn, Doris Kache, wies darauf hin, dass es schon jetzt unter Eltern eine Diskussion darüber gebe, ob diese Essenskosten zu tragen sind. Der Ausschuss unter Leitung von Matthias Ihmels (SPD) stimmte dem Vertrag zu. Die Essens-Zuwendung soll überprüft werden, wenn konkrete Zahlen vorliegen.

Der Verein für Heimatgeschichte der Gemeinde Bockhorn hat den Antrag gestellt, für den Erfinder und Unternehmer Diederich Ulhhorn (1764 bis 1837) eine Gedenktafel aufzustellen. Sie soll an der Uhlhornstraße in der Nähe seines Geburtshauses platziert werden. Das Haus stand nach Auskunft von Gisela Schweers-Steindor hinter dem heutigen Geschäft der Fleischerei Kuper, es ist durch einen Neubau ersetzt worden. Die Gedenktafel könnte Meinen zufolge im Stil der Hinweise für das „Naturerlebnis Südliches Friesland“ erfolgen. Das nahm Christian Bergfeld (SPD) zum Anlass, eine Serie mit dem Titel „Geschichtserlebnis“ anzuregen. Der Ausschuss sprach sich für die Gedenktafel aus.