WAHNBEK - „Die Kinder fühlen sich hier pudelwohl“, erklärte Gaby Vogel, und Sabine Rastede fügte hinzu: „Jetzt, nachdem wir zuvor eine Odyssee von Tagesmutter zu Tagesmutter hinter uns haben, können wir endlich ohne Stress und beruhigt zur Arbeit gehen.“
Möglich macht das der neue Kinderhort des Diakonischen Werkes in Wahnbek, der in der Grundschule eingerichtet und am Wochenende offiziell eingeweiht wurde. Zwölf Mädchen und Jungen werden hier nach dem Unterricht betreut, erhalten Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung und werden mit Spielen unterhalten.
Und mehr als das: „Dahinter steckt auch ein pädagogisches Konzept“, erläuterte Monika Schütte-Tamminga, Leiterin des Kindergartens in Wahnbek und auch des Horts, den Gästen. Hier sei ein Lebens- und Erfahrungsraum geschaffen worden, in dem die Kinder auch zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln erzogen werden. Im Hort fänden sie Anerkennung, könnten das Selbstwertgefühl steigern.
Im Kinderhort, in dem auch eine Ferienbetreuung ermöglicht werde, stehen als pädagogische Mitarbeiter Karin Goette und Philipp Grünwedel den Kindern zur Seite. Bei ihnen fühlen sich die Mädchen und Jungen aus den Klassen 1 bis 4 wohl: „Wir hören oft genug von unseren Kindern ’Ich komme noch nicht mit nach Hause, ich bleibe noch im Hort’“, schilderten die Mütter, die auch nicht mit leeren Händen kamen. Blumen gab es für Monika Schütte-Tamminga – und Schokolade „als Nervennahrung“ für die Betreuer.
Einen Namen hat sich die Gruppe inzwischen auch gegeben. „Die Hortis“ nennt sich die Gemeinschaft.
Was sich im Hort abspielt, erklärten die Kinder mit Liedern und kleinen Sketchen vom Willkommen über das Mittagessen bis zu den Hausaufgaben und den Spielen.
Der Kinderhort steht unter der Trägerschaft des Diakonischen Werkes in Wahnbek, dessen Vorsitzende Caroline Feldmann die Gäste begrüßt hatte, darunter auch Fritz Sundermann von der Gemeinde Rastede und Pastor Heiko Behrens. Mit acht Kindern ist der Hort gestartet, inzwischen werden hier 12 Mädchen und Jungen betreut.
