Stenum - Nur noch zwei angekokelte Douglasien erinnerten am Donnerstag im Großen Mittelhoop an das, was hier im vorigen Jahr passiert war und eine ganze Schulklasse hart getroffen hatte: Am 17. November vorigen Jahres hatte ein Feuer den als Materiallager genutzten Bauwagen der Waldklasse der Schule Habbrügger Weg vollständig zerstört (die NWZ berichtete).
Nun, genau elf Monate später, wurde der Neubeginn gefeiert. Im Kreise von Freunden und Gönnern der Förderschule hielten Schüler und Lehrer Rückschau auf die Ereignisse der vergangenen Monate, die durch große Hilfsbereitschaft geprägt waren. 17 000 Euro waren an Zuwendungen von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen zusammengekommen. Weitere 8000 Euro bewilligte der Landkreis Oldenburg als Schulträger für die Neuanschaffung. Auch die Mitarbeiter der Kreisverwaltung hatten sich an der Spendensammlung beteiligt. Weitere Gönner halfen mit Material oder Dienstleistungen.
„Hier geht es nicht nur um die Wiederbeschaffung von Unterrichtsmaterial“, beschrieb Norbert Klüh, Mitglied der Schulleitung, in seiner Ansprache die Bedeutung des Neubeginns. „In erster Linie wurde ein pädagogisches Konzept gesichert.“ Dass das auch in Zeiten der Inklusion Bestand haben wird, erklärte Schulleiter Werner Köhler. Der zusammen mit den sechs Grundschulen der Gemeinde gegründete Schulverbund Ganderkesee ermögliche es, das Konzept auch dann weiterzuführen, wenn die Förderschule ab dem kommenden Schuljahr keine Unterstufe mehr besitze.
„Wir haben eine gute Entscheidung getroffen“, resümierte Wiebke Vörding, Klassenlehrerin der Waldklasse, am Donnerstag. Sie zeigte sich beeindruckt von der Anteilnahme, die der Schule in der schwierigen Zeit entgegengebracht wurde. Auch Erster Kreisrat Carsten Harings dankte für die Unterstützung. „Die Spendenaktion, die wir zusammen mit der NWZ in Leben gerufen haben, war ein voller Erfolg“, so Harings. „Ich bin überzeugt, dass jeder Cent gut angelegt ist. Die große Gemeinschaft hat Großes für die Kleinen geschaffen.“
