WANGEROOGE - Die Grundschule Wangerooge braucht Platz für ihre Förderkinder: Wie Schulleiterin Evelyn Genuit am Donnerstag dem Schulausschuss darlegte, fehlt in der Schule ein Raum, in dem die zurzeit drei Förderkinder getrennt von den anderen Kindern unterrichtet werden können.
Sie hatte deshalb beantragt, die kleinere Mietwohnung im Obergeschoss der Schule zum zusätzlichen Unterrichtsraum umzubauen. Bedarf an einem extra Raum für den Förderunterricht ist für die nächsten Jahre gegeben, sagte Genuit: Bei einigen Kindergartenkindern zeichnet sich bereits ab, dass sie besondere Förderung benötigen werden.
Die Grundschule hält für Inselkinder Förderunterricht vor, da die Grundschüler schlecht aufs Festland in die Förderschulen in Jever oder Roffhausen geschickt werden können. Vorteil der Mitnutzung der kleinen Wohnung sei, dass die Kinder auch nachmittags in ihrer Schule betreut werden können.
Wie Bürgermeister Holger Kohls berichtete, hatte die Gemeinde eigentlich vor, die Wohnung erneut zu vermieten. Die Verwaltung soll nun die Kosten eines kindersicheren Umbaus der Wohnung ermitteln und eine Regelung mit dem Landkreis treffen, der für den Förderunterricht zuständig ist. Zu rechnen sind Kohls zufolge mit Kosten von bis zu 50 000 Euro.
Bei einer Begehung der Schule hatte sich der Ausschuss zuvor einige Mängel angeschaut. So braucht der Toilettenbereich dringend einen neuen Fußboden, da der vor zehn Jahren eingebaute rutschfeste Terrazzoboden schadhaft ist. Angedacht ist, dort zu fliesen. Weiter müssen ein Klassenzimmer gestrichen, eine Brandschutztür im Keller erneuert, alte Heizkörper ausgetauscht und Lamellen-Lüftungsschächte zur Energieeinsparung abgedichtet werden.
Großes Lob spendeten die Mitglieder des Ausschusses Hausmeister Stefan Pinkenburg: Er erledigt eine Menge Reparaturen und Arbeiten selbst und spart der Gemeinde dadurch viel Geld.
Großen Nachholbedarf hat die Grundschule bei der Computer-Ausstattung: Derzeit stehen zum Unterricht acht gespendete Rechner in einem Nebenraum zur Verfügung. Schulleiterin Genuit wünscht sich einen so genannten Medienwagen mit Notebooks, der von Klasse zu Klasse gerollt werden kann. Dieser Anschaffungswunsch soll im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2009 diskutiert werden.
Die Schule wünscht sich außerdem eine grundsätzliche Aufstockung ihres Etats.
