WARDENBURG - Der Schwerpunkt lag auf der Schülerpartizipation. Die Entwicklung der zurückliegenden Monate ist positiv.
Von Werner Fademrecht
Wardenburgs Grundschüler haben ihrer Schule eine sehr gute Note ausgestellt. Dies geht aus dem Abschlussbericht des Instituts für berufliche Bildung und Weiterbildung (IBBW) über ein Projekt hervor, an dem sich im Landkreis Oldenburg fünf Schulen beteiligt haben. Ziel des vom Bundesministerium für Forschung und Bildung getragenen Projekts war die Verbesserung der Schulqualität in Niedersachsen.
In einer ersten Befragung der Schüler im November 2005 ermittelte ein Institut der Universität Potsdam unter den Zweit- bis Viertklässlern ein Meinungsbild darüber, wie es um die sozialen Qualitäten in der Schule bestellt ist. Themen wie Motivation, Schulangst, Klassenzusammenhalt und Konflikte in der Schule wurden in geheimer Abstimmung bewertet. Trotz überwiegend guter Noten konzentrierte sich in den folgenden Monaten die Grundschule federführend begleitet durch eine Steuerungsgruppe – Birte Beckermann, Renate Boeck, Ulrike Hallensleben, Gisela Reims und Rektorin Anke Fricke – auf einen Ausbau der Schülerpartizipation.
„Wir wollen so im Schulleben eine höhere soziale Qualität erreichen“, sagt Rektorin Fricke. Zwei Jahre lang nahmen Lehrer an Fernlehrgängen des Instituts für Bildung und Weiterbildung in Göttingen teil, damit die Struktur für die Schülerpartizipation geschaffen wird. Ein praktisches Ergebnis ist beispielsweise der vom Schülerrat angeregte Fußballpass, der Konflikte beim Spiel auf dem Pausenhof verhindern soll – die NWZ berichtete.
Die jetzt erfolgte abschließende Befragung unter 124 Schülern hat zur Freude der Lehrer gezeigt, dass die Mädchen und Jungen noch zufriedener mit ihrer Schule geworden sind, der Notenschnitt stieg von 1,9 auf 1,7. Die Schüler bewerteten u.a. den Zusammenhalt in ihren Klassen, ob sie persönlich gerne zur Schule gehen, ob Außenseiter in der Klasse ausgelacht werden und auch ob Streit in der Klasse von den Schülern selbst geschlichtet wird.
