Wardenburg - „Wehrt euch“, gibt Mo Asumang den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. Gleichzeitig aber sei es in jeder Diskussion wichtig, die eigenen Werte nicht zu vergessen, sich nicht auf das Muster von Hass und Wut einzulassen. Die TV-Moderatorin und Schauspielerin – Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers – stellte den Neunt- und Zehntklässlern der IGS am Mittwoch ihren Dokumentarfilm „Die Arier“ vor.
Weltweit hatte sie dafür Rassisten vor die Kamera geholt und interviewt. Sie sprach mit vermummten Mitgliedern des Ku-Klux-Klan, begleitete den Neonazi Chris während seines Ausstiegs aus der Szene, besuchte den Naturwissenschaftler Axel Stoll, der behauptet, die Nazis hätten den Mars und den Mond besiedelt, und den US-amerikanischen Rechtsradikalen Tom Metzger. Hier geht’s zum Film
Die Initiative zur Einladung Mo Asumangs an die IGS ging vom Leiter des 9. Jahrgangs aus. „Die nationalistische Bewegung in ganz Europa und viele Zitate von Donald Trump geben dem Thema aktuell wieder Aufwind“, erklärt er. Im neunten Jahrgang war zudem die Zeit des Nationalsozialismus gerade Thema im Unterricht. Er selbst sei sehr beeindruckt gewesen, als er den 2014 erstmals ausgestrahlten Film gesehen habe. Ähnlich ging es auch den Schülern. „Ich finde es sehr mutig, so auf Konfrontationskurs zu gehen“, sagt die Zehntklässlerin Marieke. „Ich hatte erwartet, dass die Nationalisten ihre Gedanken viel klarer fassen könnten – da kam ja nicht viel“, ist ihr ernüchterndes Urteil. Ihr habe die Herangehensweise gut gefallen, zieht Edda Bilanz. „Mutig und zielstrebig“, bescheinigt auch ihr Mitschüler Melchior der Filmemacherin.
In der Diskussion nach dem Film kamen die Jugendlichen mit vielen Fragen auf Mo Asumang zu. „Hatten Sie jemals das Gefühl, unter intelligenten Menschen zu sein?“, wollte etwa eine Schülerin wissen. Asumang warnte davor zu denken, Rechtsextreme seien „lauter Dumpfbacken“. „Darunter sind einige mit hervorragendem Uni-Abschluss.“ Gerade deshalb müsse man schlau und gut vorbereitet in eine solche Diskussion gehen. „Aber sozial intelligent sind sie nicht“, schloss die Schülerin daraus. Die Frage, ob sie manchmal Angst habe, bejahte die Filmemacherin ganz klar. „Vor dem Treffen mit dem Ku-Klux-Klan etwa hatte ich ganz schön Muffensausen“, räumte sie ein. Dennoch sei es auch in solchen Momenten wichtig „Fragen zu stellen, die vielleicht sonst noch niemand gestellt hat.“ Nur so könne man Vorurteile entlarven.
Wardenburg - „Wehrt euch“, gibt Mo Asumang den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. Gleichzeitig aber sei es in jeder Diskussion wichtig, die eigenen Werte nicht zu vergessen, sich nicht auf das Muster von Hass und Wut einzulassen. Die TV-Moderatorin und Schauspielerin – Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers – stellte den Neunt- und Zehntklässlern der IGS am Mittwoch ihren Dokumentarfilm „Die Arier“ vor.
Weltweit hatte sie dafür Rassisten vor die Kamera geholt und interviewt. Sie sprach mit vermummten Mitgliedern des Ku-Klux-Klan, begleitete den Neonazi Chris während seines Ausstiegs aus der Szene, besuchte den Naturwissenschaftler Axel Stoll, der behauptet, die Nazis hätten den Mars und den Mond besiedelt, und den US-amerikanischen Rechtsradikalen Tom Metzger. Hier geht’s zum Film
Die Initiative zur Einladung Mo Asumangs an die IGS ging von vom Leiter des 9. Jahrgangs aus. „Die nationalistische Bewegung in ganz Europa und viele Zitate von Donald Trump geben dem Thema aktuell wieder Aufwind“, erklärt er. Im neunten Jahrgang war zudem die Zeit des Nationalsozialismus gerade Thema im Unterricht. Er selbst sei sehr beeindruckt gewesen, als er den 2014 erstmals ausgestrahlten Film gesehen habe. Ähnlich ging es auch den Schülern. „Ich finde es sehr mutig, so auf Konfrontationskurs zu gehen“, sagt die Zehntklässlerin Marieke. „Ich hatte erwartet, dass die Nationalisten ihre Gedanken viel klarer fassen könnten – da kam ja nicht viel“, ist ihr ernüchterndes Urteil. Ihr habe die Herangehensweise gut gefallen, zieht Edda Bilanz. „Mutig und zielstrebig“, bescheinigt auch ihr Mitschüler Melchior der Filmemacherin.
In der Diskussion nach dem Film kamen die Jugendlichen mit vielen Fragen auf Mo Asumang zu. „Hatten Sie jemals das Gefühl, unter intelligenten Menschen zu sein?“, wollte etwa eine Schülerin wissen. Asumang warnte davor zu denken, Rechtsextreme seien „lauter Dumpfbacken“. „Darunter sind einige mit hervorragendem Uni-Abschluss.“ Gerade deshalb müsse man schlau und gut vorbereitet in eine solche Diskussion gehen. „Aber sozial intelligent sind sie nicht“, schloss die Schülerin daraus. Die Frage, ob sie manchmal Angst habe, bejahte die Filmemacherin ganz klar. „Vor dem Treffen mit dem Ku-Klux-Klan etwa hatte ich ganz schön Muffensausen“, räumte sie ein. Dennoch sei es auch in solchen Momenten wichtig „Fragen zu stellen, die vielleicht sonst noch niemand gestellt hat.“ Nur so könne man Vorurteile entlarven.

