WARDENBURG - 200 Eltern haben am Dienstagabend eine Informationsveranstaltung der Gemeinde Wardenburg zur Integrierten Gesamtschule besucht. Im Wardenburger Hof machte der Vertreter der Schulbehörde, Klaus Kapell, deutlich, dass als Voraussetzung eine Fünfzügigkeit mit mindestens 130 Schülern im Jahrgang gewährleistet sein müsse, und dies für 14 Jahre. Der notwendige organisatorische Vorlauf lasse frühestens zum Schuljahr 2010/2011 einen Start zu und würde sich anfangs auf die fünften Klassen beschränken. Real- und Hauptschüler, die die Everkampschule in den höheren Jahrgangsstufen besuchten, blieben weiterhin auf der Schule. Die herkömmliche Haupt- und Realschule wachse quasi Jahr für Jahr weiter heraus, der Übergang sei gleitend.

Landrat Frank Eger schilderte das geplante Prozedere im politischen Meinungsbildungsprozess. Nach der Information der Hauptverwaltungsbeamten und der Kreistagsfraktionen über die Grundlagen der IGS müsse der Kreistag auf einer Sitzung einen konkreten Beschluss zur Einführung einer IGS verabschieden und dabei bereits einen konkreten Standort benennen. Im Anschluss daran solle eine Elternbefragung das Meinungsbild der Erziehungsberechtigten greifbar machen. In der Auffassung, dass die Eltern das letzte Wort in der Frage der Einführung einer IGS haben sollten, zeigten sich Eger und Wardenburgs Bürgermeisterin Martina Noske einig. Zu den pädagogischen Aspekten nahm im Wardenburger Hof Professor Dr. Hilbert Meyer von der Universität Oldenburg Stellung und beantwortete Fragen.

Der Informationsveranstaltung der Gemeinde Wardenburg werden weitere folgen, zu denen der Landkreis einlädt. Für den Bereich Wardenburg/Hatten findet diese an der Waldschule in der Gemeinde Hatten statt.