WARDENBURG - Eine frühere Förderung der Kinder, eine bessere Vernetzung von Kindergärten und Grundschulen sowie generell mehr Transparenz im Bildungssystem sind die Ziele einer neuen Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen. Die Niedersächsische Landesregierung fördert mit Mitteln der Initiative „Familien mit Zukunft“ ein Projekt, das sich auf die Optimierung des so genannten Brückenjahrs – dem Übergang vom Kindergarten in die ersten Klassen – konzentriert. Eine von vier beteiligten Schulen im Landkreis Oldenburg ist die Wardenburger Grundschule: gemeinsam mit der Integrativen Kindertagesstätte Röbeler Straße und dem ev. Kindergarten Sonnenblume arbeiten die Pädagoginnen und Erzieherinnen derzeit an neuen Lernkonzepten.
Unter dem Motto „Wie kommt die große Welt in mein kleines Auge?“ sollen Lernwerkstätten entwickelt werden, die sich in die bestehenden Konzeptionen der Kitas und der Schule einbinden lassen. „Es geht dabei nicht um eine Verschulung der Kindergärten“, betont Gesa Luthardt, Leiterin des Integrativen Kindergartens. Aber es sei natürlich hilfreich, wenn Lehrer und Erzieher die gegenseitigen Lernkonzepte kennen. Dies soll auch in einheitliche Beobachtungs- und Dokumentationsmaterialien münden, die die Lernentwicklung jedes Kindes festhalten.
„Die Schule muss sich in Richtung der Kindergärten bewegen“, glaubt Grundschulleiterin Anke Fricke. Ein Schritt sei es, künftige Schüler bereits vor Verlassen der Kindergärten zu Projekten einzuladen. Alleine, da herrscht Einigkeit unter den Pädagogen, können aber weder Schule noch Kindergärten den Mädchen und Jungen einen guten Start im Bildungssystem verschaffen. „Die Grundvoraussetzungen werden weiterhin von den Eltern gelegt“, sagt Luthardt. Ein so genannter Jahreszirkel soll den Erziehungsberechtigten deshalb die Fortschritte innerhalb des Brückenjahres vermitteln.
