WARDENBURG - WARDENBURG/LD - Einmal im Monat erforschen 14 Schüler der 1. bis 4. Klasse der Wardenburger Letheschule selbstständig den Wald. Am so genannten „Draußen-Tag“ geht es mit Lehrern, dem Förster und Mitarbeitern des Regionalen Umweltbildungszentrums Hosüne (RUZ) in den Oberlether Fuhrenkamp.
Den Wald im Jahreslauf zu erleben und zu verstehen, vom Sprießen der ersten Frühlingsblüher bis zur winterlichen Ruhezeit, das ist Ziel der Draußen-Tage. Bereits zum zweiten Mal begleiteten jetzt am frühen Morgen die Lehrerinnen Karin Backmeyer und Christina Tillmann-Schreiber sowie Edith Janssen und Katrin Claußen vom RUZ Hosüne die Schüler in das nahe gelegene Waldstück. Dort am Treffpunkt mit dem bereits fertig gestellten „Waldsofa“ wartete schon Förster Lutz Petershagen vom Forstamt in Ahlhorn mit einem Rucksack voller Materialien.
In den folgenden drei Stunden erkundeten die Schüler das im November gemeinsam mit dem zuständigen Revierförster Karl-Heinz Pelster aus Sandkrug ausgewählte Waldstück. Zurzeit steht der Winterwald mit seinen Tieren im Mittelpunkt des Interesses. Die Schüler staunten, als sie vor vom Laub freigelegten Plätzen standen und erfuhren, dass es sich um Nachtquartiere der Rehe handelt. „Die schlafen ja direkt auf der kalten Erde“, so die erste Erkenntnis.
Bei dem Wardenburger Projekt können Umweltbildungszentrum und Forstamt auf die positiven Erfahrungen der Hunteschule in Wildeshausen im Staatsforst Hölscherholz zurückgreifen. „Hier im Fuhrenkamp finden sich die Schüler bereits gut zurecht und bringen großes Interesse mit“, stellte Förster Petershagen erfreut fest. Viel zu schnell kommt stets der Zeitpunkt für den Rückmarsch. Bei einer der nächsten Veranstaltungen möchte er mit den Kindern leichte praktische Arbeiten im Wald durchführen.
