WARDENBURG - „Energie erfahren – Energie erleben“ lautete das Motto eines Projekts, bei dem sich Viertklässler der Grundschule Hohenfelde mit der Bedeutung und den Ursprüngen der Energie auseinander gesetzt haben. Fachlich begleitet wurden die Schüler und Lehrer vom Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hosüne, das die Grundschule mit dem selbst gewählten Schwerpunkt Umwelt schon seit Jahren intensiv unterstützt.
Edith Janßen, Koordinatorin des RUZ, und die beiden Praktikantinnen Stephanie Bents und Jennifer Schaar, die ein freiwilliges ökologisches Jahr im Umweltzentrum absolvieren, kamen extra für das Projekt in die Schule. Zu Beginn wurde in großer Runde geklärt, was sich eigentlich hinter dem Begriff Treibhauseffekt verbirgt. Die von den Schülern genannten Erklärungen, z.B. der Zusammenhang zwischen den Autoabgasen und der Erwärmung der Luft, wurde mit Hilfe eines großen Plakates visualisiert.
„Es ist ganz erstaunlich, welches Vorwissen manche Kinder bereits mitbringen“, berichtet Stephanie Bents. Nachdem die Problematik allen klargemacht worden war, ging es mit der Diagnose „Unsere Erde hat Fieber, was können wir tun?“ an die Einzelexperimente, die alternative Formen der Energiegewinnung vermitteln sollten. Die Viertklässler erfuhren zum Beispiel, dass sich der Kohlendioxid-Ausstoß deutlich verringern lässt, in dem Energie aus alternativen Quellen gewonnen wird. Die Mädchen und Jungen untersuchten eigenständig sowohl die Windkraft, Sonnenenergie und die im Wasser gespeicherte Kraft.
Der nächste Schritt war vielleicht der wichtigste: „Gemeinsam mit den Schülern haben wir geschaut, wie jeder einzelne in seinem Alltag etwas gegen die Klimaerwärmung machen kann“, sagt Bents. An vielen Stellen, so die erfreuliche Erkenntnis, lässt sich ein unnötiger Energieverbrauch vermeiden. So verglichen die Schüler den Stromverbrauch zwischen einer herkömmlichen Glühbirne und einer Energiesparlampe. Außerdem stellten sie mit Hilfe eines Messgerätes fest, dass der Stromverbrauch durch Fernseher im Stand-by – aufs Jahr und viele Haushalte hochgerechnet – erheblich sein kann.
Im Unterricht wurde das klimafreundliche Verhalten noch weiter auf den Alltag übertragen. „Die Schüler haben mit viel Neugier, Spaß und Initiative Einblick in die Zusammenhänge erhalten“, ist Schulleiterin Kleimann überzeugt.
