Wardenburg - Die Entscheidung war knapp. Aber die Jury war sich einig, dass Joost Jakoby in diesem Schuljahr der beste Vorleser an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Am Everkamp ist und die Schule auf Kreisebene vertreten soll. Den gemeinsamen zweiten Platz belegten Marlene Ahlers und Micaela Johannsen.

Die drei Finalisten hatten sich in den Klassen des sechsten Jahrgangs durchgesetzt. Schulleiter Gernot Schmaeck, der die Urkunden überreichte, bezeichnete Lesen als „Kino im Kopf“. „Man kann sich beim Lesen eigene Vorstellungen machen, es ist nicht alles vorgegeben wie bei einem Computerspiel“, sagte er.

Der Vorlesewettbewerb wird bundesweit vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels für Schüler der sechsten Klassen ausgerichtet. Über Klassen und Schulentscheid geht es auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene bis zum Bundesentscheid.

Die Teilnehmer müssen drei Minuten aus einem selbst gewählten Text lesen, im zweiten Durchgang zwei Minuten aus einem fremden Text. Die Juroren bewerten Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl und vergeben dafür jeweils maximal fünf Punkte.

Organisatorin Diana Bothe-Schwerter, Fachleiterin Deutsch an der IGS, hatte als Juroren Vorjahressiegerin Antonia Lueken, Anja Menkens-Claußen vom Förderverein, Anke Fechter und Melanie Klahre (IGS) sowie Kathrin Wellmann von der Hofbuchhandlung und Christian Martens von der „Öffentlichen“ eingeladen, der die Preise sponserte.

Joost präsentierte das Buch „Gregs Tagebuch 3“. Spannung, Dunkelheit und die Suche nach Bösewichtern bestimmten die Texte von Micaela, die aus „Fürchte die Nacht“ las, und Marlene, die „Nightscool“ präsentierte. Als Fremdtext hatte Buchhändlerin Wellmann das Buch „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ von Andreas Steinhöfel ausgesucht.

„Man ist aufgeregt und muss sich zwingen, laut und langsam zu lesen“, beschrieb Joost, wie es ihm beim Lesen ergangen war. Er hatte sich die Geschichten von Greg ausgesucht, weil er gerne lacht. Beim Fremdtext „war ich manchmal zu schnell“, gestand er selbstkritisch. Mit dem Sieg hatte der Schüler nicht gerechnet, freute sich aber umso mehr über die Urkunde, einen Buchgutschein und das Buch über Rico und Oskar, das die Buchhändlerin spendierte. Auch die beiden Zweitplatzierten durften sich über Buchgutscheine freuen.