Wardenburg - IGS-Schulleiter Gernot Schmaeck strahlte, als er auf der Abschlussfeier der Zehnklässler Bilanz ziehen konnte: 21 Prozent der jetzigen Abschluss-Schüler waren mit einer Gymnasialempfehlung in die fünfte Klasse gekommen. Einen erweiterten Abschluss der Sekundarstufe 1 – also die Möglichkeit, weiter in die Oberstufe zu gehen und Abitur zu machen – erreichten mit 56 Prozent jetzt mehr als doppelt so viele dieser Schülerinnen und Schüler. „Das ist ein wahnsinnig tolles Ergebnis“, freute sich Schmaeck. Insgesamt 123 Absolventen nahmen am Donnerstag ihre Abschlusszeugnisse der IGS entgegen. Mit Tobias Klatte aus der Klasse 10d führte zum ersten Mal ein Schüler als Moderator durch die Feierstunde. Der Benthullener tat dies mit viel Witz und Lockerheit.

„Egal mit welchem Abschluss ihr geht – jeder von euch hat etwas Beachtliches geschafft“, betonte der Schulleiter in seiner Ansprache. Ein Abschnitt ende, ein neuer beginne, und damit seien auch viele Chancen verbunden. Nicht alles im Leben stehe in der Macht des Einzelnen, machte Niels-Christian Heins, Stellvertreter des Landrates, deutlich: „Es ist ein großes Glück, wenn man auf Konstellationen trifft, die einen weiterbringen.“ Lebenslanges Lernen sei heute viel wichtiger als früher, machte der stellvertretende Bürgermeister Peter Kose deutlich. Gleichzeitig habe die junge Generation mit Auslandsaufenthalten, freiwilligem sozialen Jahr und dem Internet ganz neue Chancen. „Meldet euch zu Wort – auch kritisch. Mischt euch ein“, appellierte er an die Jugendlichen.

Elternvertreterin Deborah Schulze richtet nicht nur Worte an die Schüler, sondern auch ans Lehrerteam: „Ich habe hier in den vergangenen Jahren manchen Satz gehört, bei dem mir das Herz aufging und bei dem ich gedacht habe: Ja, so kann Schule auch sein“, sagte sie. Die Schüler ermunterte sie, sich auszuprobieren. Nicht alles müsse sofort gelingen.

Schon im Vorfeld hatte Schüler Robin Baumgart die Klassenlehrerteams vor die Kamera geholt und sie Bilanz ziehen lassen. Vor der Zeugnisausgabe kamen sie nun in kleinen Video-Einspielern zu Wort. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Schulband.

Anke Brockmeyer
Anke Brockmeyer Reportage-Redaktion