Harpstedt/Dünsen - Wie entwickelt sich die Grundschullandschaft in der Samtgemeinde Harpstedt weiter? Nach dem Beschluss, die Grundschule in Dünsen zu erhalten und ihren Einzugsbereich für Schüler aus Kirchseelte und Groß Ippener zu öffnen, liegt der Ball jetzt bei der Landesschulbehörde – und die hat ihn auch bereits aufgenommen.

Wie Karl-Heinz Book, schulfachlicher Dezernent an der Oldenburger Außenstelle der Landesschulbehörde auf Nachfrage der NWZ  mitteilte, sei die derzeit unbesetzte Schulleiterstelle in Dünsen inzwischen in der Ausschreibung. Veröffentlicht werde diese im März-Heft des Schulverwaltungsblattes, so Book.

Bewerben, so erklärt er weiter, könne sich jeder Lehrer, der die 2. Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt und Realschulen abgelegt habe. Von Vorteil sei es, wenn derjenige bereits im Dienst des Landes Niedersachsen stehe. Für Lehrer aus anderen Bundesländern müsse sonst ein Versetzungsverfahren in Gang gebracht werden.

Häufig sind in der Vergangenheit Schulleiterstellen an vergleichbar kleinen Schulen unbesetzt geblieben. Sollte sich auch für Dünsen kein Interessent bewerben, so Book, würde er die Stelle sicherlich noch vor den Sommerferien erneut ausschreiben.

Möglicherweise kommt die Neubesetzung der Stelle aber auch schneller als erwartet. Noch während der Diskussion um den Erhalt der Schule und damit noch vor der Ausschreibung sei er auf die Schulleiterstelle angesprochen worden, so Book. Ob das Interesse dieser Lehrers oder der Lehrerin weiter bestehe, müsse sich jetzt nach der Ausschreibung zeigen.

Findet sich bis zum Sommer kein neuer Schulleiter, müsste die Leitung der Grundschule Harpstedt wie derzeit die Dünsener Schule kommissarisch mit leiten. In Harpstedt geht nicht nur Schulleiter Wolfgang Kunsch, sondern auch seine Stellvertreterin Elsa Kramer-Spielmann zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand. Auch hier läuft das Verfahren zur Neubesetzung der Stellen.