Nadorst - Schnell und effektiv wollte die Stadtverwaltung etwas für die Schulwegsicherung tun – doch so einfach, wie geplant, liefen die Arbeiten dann doch nicht ab. Wie Ernst Aumann, Vorsitzender des Bürgervereins Nadorst-Bürgeresch, mitteilt, konnten Kinder der Grundschule Nadorst ab Dienstag nicht ihren gewohnten Weg vom Heisterweg aus über den Fuß- und Radweg am Schulgelände entlang zum Eßkamp nehmen. Ohne vorherige Ankündigung hätten Bauarbeiter den Durchgang an beiden Seiten abgeriegelt. Für die Kinder gab es kein Durchkommen, einige hätten sogar geweint.
In der Tat hatte man sich sehr kurzfristig für diese Absperrung entschieden, teilt Stadtsprecherin Swantje Engel auf Nachfrage der NWZ mit. Sie erklärt die Hintergründe. Grund für die Bauarbeiten seien Beschwerden von Anwohnern über Stolperfallen auf dem Verbindungsweg gewesen. Da es sich auch um eine wichtige Strecke für die Nadorster Schüler handelt, habe man sich dazu entschieden, umgehend tätig zu werden. „Ursprünglich war geplant, dass Fußgänger den Weg neben den Bauarbeiten passieren können“, sagt Swantje Engel. Doch im Zuge der Bauarbeiten habe sich leider herausgestellt, dass Asphaltreste entfernt werden mussten. Schweres Baugerät (Bagger) wurde erforderlich. Swantje Engel: „Fußgänger, also auch die Schulkinder, konnten daher aus Sicherheitsgründen nicht mehr an der Baustelle vorbei laufen. Ein Abbruch der Bauarbeiten war nicht vertretbar, weil die Arbeiten begonnen hatten und der Weg teilweise aufgebrochen war.“ Die Schule sei aber über den Heisterweg und den Eßkamp problemlos erreichbar gewesen, „allerdings tatsächlich mit einem Umweg von etwa 500 Metern“.
Der Durchgang wurde noch am Dienstag planiert und am Mittwoch mit einer neuen Deckschicht aus Splitt und Sand versehen. Ab diesen Donnerstag kann der Verbindungsweg laut Angaben der Stadtsprecherin wieder genutzt werden.
„Da diese umfangreicheren Arbeiten nicht geplant waren, konnten die Schule beziehungsweise die Eltern nicht wie sonst immer üblich informiert werden“, erklärt Swantje Engel. Die eingesetzten Mitarbeiter seien selbst Eltern von Schulkindern und hätten die Nadorster Kinder während einer kurzfristigen Unterbrechung der Arbeiten durch die Baustelle geführt. „Da diese Kollegen jedoch nicht ständig in Sichtweite der Absperrung sein konnten – der Weg hat eine 90-Grad-Kurve –, wurden keine Kinder bemerkt, die nicht zur Schule kommen konnten. Wir bedauern, dass es für die Kinder zu dieser Situation gekommen ist.“
Von Problemen wegen der Bauarbeiten hat man in der Schule selbst nichts mitbekommen. „Viele Kinder aus unserem Einzugsgebiet nutzen den Weg“, bestätigt Schulleiterin Sabine Stehno. „Wenn wir über die Absperrung informiert worden wären, hätten wir schnell Aufsichtspersonen zur Verfügung gestellt.“
