Harpstedt - Die Grenzen der Beweglichkeit testen, mit neuen Geräten hantieren, sich hoch in der Luft oder rasant bewegen, Scheu überwinden: Vor ungewohnten Anforderungen stehen in der nächsten Woche die Mädchen und Jungen der Grundschulen Harpstedt und Dünsen. Zum zweiten Mal nach 2009 können sich die Grundschulkinder bei einem Zirkusprojekt zusammen mit dem Zirkus „Eldorado“ aus Lilienthal als Artisten versuchen und die Harpstedter Grundschule in eine große Manege verwandeln. Und was sie ab Montag, 18. Februar, beim täglichen Training mit gut einem Dutzend Zirkustrainer erlernen, werden sie zum Abschluss am Wochenende auch gleich bei Vorstellungen präsentieren.

Realisiert wird das Projekt mit Unterstützung des Fördervereins Schulen Flecken Harpstedt, der die Kosten für die gut 360 Harpstedter Schüler trägt – „pro Kind 14 Euro“, wie Rektor Wolfgang Kunsch erläutert. Erlaufen hätten die Kinder das Geld beim Sponsorenlauf im Sommer. Und auch in Dünsen hilft der Grundschulförderverein und übernimmt laut Schulleiterin Gabriele Chapus die Teilnahme und den Bus für die 63 Kinder.

Auf den Auftritt im Zirkusrund bereiten sich die Jungen und Mädchen in Gruppen vor, lassen sich vom Mitmachzirkus zu Dompteuren, Akrobaten und Clowns schulen und üben Nummern ein. „Eldorado“ sorgt auch für ein echtes Zirkuszelt und Kostüme. Um genug Zeit zum Üben zu haben, endet an einigen Tagen für wechselnde Klassen der Unterricht erst um 13.40 Uhr; die Eltern wurden darüber bereits in einem Elternbrief informiert. Neben den täglich fast zwei Stunden Zirkustraining findet in den einzelnen Grundschulklassen in Harpstedt aber auch begleitender Projektunterricht mit Geschichten und Angeboten zum Thema oder auch regulärer Fachunterricht statt.

Höhepunkt sind am Freitag, 22., und Sonnabend, 23. Februar, die zweistündigen Zirkusvorstellungen. Freitag ab 13.30 Uhr treten auf: Klasse 1b, 2b, 3d, 4c und Grundschule Dünsen; ab 16.30 Uhr Basisklasse, 1c, 2c, 2d, 3c, 4a, 4b; Sonnabend, 11 Uhr: 1a, 1d, 2a, 3a, 3b, 4d. Eltern zahlen 5 Euro Eintritt, ebenso Kinder, die nicht zur Grundschule gehören. Für Eltern, deren Kinder an verschiedenen Vorstellungen teilnehmen, fällt nur einmal Eintritt an.

Nicht nur Spaß dürfte gewiss sein. Pädagogische Effekte sieht Rektor Kunsch durch die Arbeit an einem besonderen Projekt sowie vor allem durchs jahrgangsübergreifende Arbeiten, „so dass die Kleinen von den Großen lernen“.