Elsfleth - Projekte in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien wurden bei der Tagung der Kommission für Forschung, Wissens- und Technologietransfer auf dem Elsflether Campus vorgestellt. Die Inhalte drehten sich hauptsächlich um die Meeresforschung. „Die Themen haben immer einen lokalen Bezug. Bei einer Tagung in Oldenburg stand beispielsweise die Gesundheit im Mittelpunkt“, sagte Professor Dr. Manfred Weisensee, Vizepräsident für Forschung an der Jadehochschule, der die rund 50 Teilnehmer begrüßte.
Einmal im Semester treffen sich die Mitglieder der Kommission, um sich über den Stand der Forschungen auszutauschen. Zum Thema sichere Off-Shore-Operationen informierte Professor Dr. Holger Korte. Die Projektarbeit befasst sich mit der Optimierung der Wartungsarbeiten und der Sicherheit auf See, um das Gefahrenpotenzial so klein wie möglich zu halten. Gemeinsam mit Oliver Köckritz stellte Holger Korte ein integratives Manöver-Realisierungs-System zur automatischen Schiffssteuerung vor.
Der Diplomphysiker Bernhard Schwarz-Röhr stellte gleich zwei Hochschulprojekte vor. Zum einen widmet sich der Elsflether Wissenschaftler einem Messverfahren, das vor gefährlichem Seegang warnt. Ein kleines, kostengünstiges Messgerät, welches das Rollen und Stampfen eines Schiffes aufzeichnet, hat der Wissenschaftler dazu entwickelt. Zum anderen geht es um alternative Schiffsantriebe. Es ist ein Projekt der Europäischen Union, an dem sich Partner aus den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich und Schweden beteiligen. Es wird bis Juni 2015 mit insgesamt 3,1 Millionen Euro gefördert, 420 000 Euro entfallen auf den Fachbereich in Elsfleth (die NWZ berichtete).
Dipl.-Ing. Tobias Berndt informierte über Schiffsdynamik von der Forschung bis zur Anwendung. Ole Roggenbuck zeigte auf, wie Schiffe als Pegel genutzt werden können. Professor Dr. Jens Wellhausen schließlich widmete sich dem Thema Sensorik in der Meerestechnik. Er zeigte Projektideen im Bereich Zustanddiagnose von Anlagen und Prozessen auf.
Während der Sitzung stellte Lena Kohlmorgen vom Maritimen Cluster Norddeutschland ihre Arbeit vor. Die Geschäftsstellenleiterin Niedersachsen merkte an, dass das Cluster ein Branchennetzwerk der maritimen Wirtschaft in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg sei. Aufgaben seien unter anderem die Vernetzung der Akteure sowie die Aus- und Weiterbildung.
