Osterscheps - Gebannt schaut der Forschernachwuchs zu: Es blubbert kräftig in der kleinen Flasche, die in dem aus Drahtgestell und Papier geformten kleinen Vulkan steht und in der sich ein Mix aus Backpulver, Zitronensäure, Natron, Lebensmittelfarbe und Essig befindet. Schließlich ergießt sich weißrötliche Flüssigkeit am Flaschenhals entlang. „Ich glaube, wir müssen die Flasche im Vulkan besser abdichten, damit wir einen noch einen schöneren Vulkanausbruch bekommen“, sagt Erzieherin Andrea Wilken und Tyson, Nick, Finley und die anderen Kindern nicken. „Wir müssen auch mehr rote Farbe nehmen für die Lava“, ergänzt Malte, und Hendrik meint: „Dann sieht das aus wie Zauberei.“
Ausprobieren und experimentieren – das wird im evangelischen Jonathan-Kindergarten Osterscheps derzeit groß geschrieben. „Wir möchten den Mädchen und Jungen auf spielerische Weise verstärkt naturwissenschaftliche, mathematische und technische Erfahrungen vermitteln und hoffen, dass unsere Einrichtung später auch ein Zertifikat als ,Haus der kleinen Forscher’ erhält“, erläutert Andrea Wilken, die sich mit ihrer Kollegin Tanja Prellwitz zur Fachkraft in „Forschungsangelegenheiten“ weiterbildet.
In einem gruppenübergreifenden Projekt, an dem sich alle 93 Mädchen und Jungen aus dem Schepser Kindergarten beteiligten, wird seit einigen Wochen kräftig geforscht. Dabei lernen die Kinder, die jeweils einen Forscherpass erhalten haben, verschiedene Forschungsbereiche kennen. Mit Sprudelgasen wurde beispielsweise in der „Spielwerkstatt“ experimentiert. Um Farben drehte sich alles in der Kreativwerkstatt. Mathematische Experimente gab es in der Bauwerkstatt und um die eigene Wahrnehmung und um Körpererfahrungen ging es in der Turnhalle.
Was die Kinder in den vergangenen Wochen erarbeitet haben, möchten sie an diesem Sonnabend, 28. Juni, von 14 bis 17 Uhr Eltern, Geschwistern und anderen Interessierten zeigen. Inszenierte Vulkanausbrüche, tanzende Senfkörner und kleine Filmdosen, die zu Raketen werden, können sich die Gäste unter anderem ansehen.
