Edewecht - Besonderen Besuch erhielten die Schüler des Französisch-Kurses an der Edewechter Oberschule. Das „France-Mobil“ mit Amandine Robart machte am Breeweg Halt, um den Schülern die französische Sprache auf spielerische Art näher zu bringen.

Seit vielen Jahren besteht das deutsch-französische Sprachprojekt, gefördert unter anderem vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und der Robert-Bosch-Stiftung, um Jugendliche für die Sprache Französisch zu begeistern und die Sprache vorzustellen. Und es gilt, Vorurteile dabei abzubauen.

„Französisch ist zumindest zu Beginn doch etwas schwerer zu erlernen. Dazu gilt sie auch als etwas altmodisch“, erklärte Amandine Robart. Die aus Nantes in der Bretagne stammende Französin wird jetzt für die nächsten zwölf Monate an Schulen im norddeutschen Raum vorfahren, um zu zeigen, dass Französisch auch eine lebendige Sprache ist.

„Zum vierten oder fünften Mal konnten wir das ‚France-Mobil‘ für unseren Sprachunterricht gewinnen“, freute sich Birgit Wilmes über das Sprachangebots. Die Fachlehrerin für Französisch arbeitet jetzt seit elf Jahren an der Edewechter Oberschule und hatte seitdem jährlich einen Antrag gestellt, um ihren Schülern diese Besonderheit präsentieren zu können.

„Die Nachfrage ist so groß, dass wir nicht jedes Mal berücksichtigt werden. Umso mehr freut es mich, dass wir in diesem Jahr dabei sind.“

Nicht nur die Schüler der Sprachlernklasse, auch Anwärter eines Französisch-Referendariats aus Deutschland, England und Italien, die in Aurich durch Birgit Wilmes fortgebildet werden, nutzten die Möglichkeit, das „France-Mobil“ als didaktischen Prozess kennenzulernen.

Im Fahrzeug befinden sich verschiedene Materialien, die während der Sprachpräsentation eingesetzt werden, um die spielerischen Elemente während des Unterrichts zu betonen. „Davon können die Schüler nur profitieren. Es ist ein Gewinn auch für mich, zu sehen, dass der Unterricht methodisch anders gestaltet wird“, war Daniele Leonardi aus Italien begeistert. „Die Schüler werden durch die spielerischen Darstellungen und durch das ausschließlich französische Sprechen an diesem Vormittag besonders motiviert und merken, dass sie doch schon einiges können“, ergänzte Ruth Shaw aus England die Eindrücke.

2017 möchte Birgit Wilmes das „France-Mobil“ wieder nach Edewecht einladen. Dann sollen nicht nur die Schüler der Oberschule profitieren, sondern auch ihre Anwärter auf das Französisch-Referendariat. Daniele Leonardi kann sich gut vorstellen, später in seinem Französisch-Unterricht auch das „France-Mobil“ mit einzubauen.