Hude - Ob Feuerwehrmann, Astronaut oder Prinzessin – die Kleinsten haben meist die größten Wünsche. Aber ist das auch in der Gemeinde Hude so? Die NWZ  hat vier Kinder des evangelischen Kindergartens Hude nach ihren Wünschen und Träumen für die Zukunft befragt.

„Also ich will Feuerwehrmann werden“, betont Mats schon einmal gleich vorab. „Ich war nämlich schon mal auf der Feuerwache und bin dann mit der Drehleiter hochgefahren.“ Beste Voraussetzungen also, findet der Vierjährige. „Ich auch“, ruft Silja. „Ich war auch da und will auch Feuerwehrfrau werden.“

Im Gegensatz zu ihrem Freund Mats möchte Silja aber später nicht auf der Feuerwache wohnen. „Haus mit Garten, Apfelbaum, Gartenliege“ sollten es dann schon sein, meint die Dreijährige. „Und eine Katze.“

„Ich werd’ Reiterin“, ist sich Hanna sicher. „Weil ich Pferde gerne mag – und dann kann ich auch alleine im Galopp durch den Wald reiten.“ Mama und Papa müssten sie dann nicht mehr begleiten. Passend dazu wär’ ein Reiterhof mit einem eigenen großen Pferd, meint die Vierjährige.

Ganz genau geplant hat ihre Zukunft auch schon die fünfjährige Annemarie: „Ich will ein Haus mit Garten, Schaukel, Apfelbaum, Bank und Sonnenliege“, zählt sie auf. „Die Betten sollen warm sein, das Sofa kuschelig und ein großer Tisch soll drinnen stehen.“

Und auch beruflich ist sie sich schon im Klaren: „Ich werde auf jeden Fall Kindergärtnerin.“ Schließlich könne sie gut auf Kinder aufpassen und schlichte bereits jetzt auf dem Spielplatz den einen oder anderen Streit. „Da war mal ein ganz großer Streit, da hat mich Silja gefragt, ob ich helfen kann“, sagt die Fünfjährige. „Hat auch fast geklappt, dass sie sich beruhigt haben.“

Die Wünsche der Kinder seien stets sehr nah an die jeweiligen Themen des Kindergartens angelehnt, weiß Anke Jacobs, Leiterin des evangelischen Kindergartens. „Letztens hatten wir das Thema Verkehrserziehung und seitdem stehen Polizei und Feuerwehr wieder hoch im Kurs.“ Und auch die Geschichten in Bilderbüchern seien Inspiration für die Kleinen. „Bei den Größeren, den Vorschulkindern, ist zum Beispiel Hochzeit momentan ein großes Thema“, gibt Kindergarten-Mitarbeiterin Petra Witte ein Beispiel. „Das liegt bestimmt daran, dass gerade eine Kollegin geheiratet hat.“

Ganz so wie im Bilderbuch soll es bei den Kleinen aber dann doch nicht sein: „Wenn ich groß bin, dann bleib’ ich jeden Tag wach – und geh’ nie ins Bett“, versichert Annemarie. Und auch beim Mittagessen müsse etwas verändert werden, sind sich die Vier einig: „Dann gibt’s nur noch Nudeln und Pfannkuchen und wir grillen“, meinen die Kindergartenkinder. „Und dazu immer ein großes Osterfeuer im Garten.“