Betrifft:
„Vorerst kein Schulausbau“ (NWZ vom 25. Oktober)Über die Gründe, warum in Oldenburg an den Grundschulen gespart wird, lässt sich sicher trefflich streiten. Ich selber bin als Mitglied des Schulelternrats (SER) der Grundschule in Eversten seit Jahren mit diesem Thema vertraut. (...)Bei der Grundschule Eversten sind nicht nur ein zusätzlicher Klassenraum geplant, sondern auch zwei weitere dringend benötigte Funktionsräume, wie Werk- und Musikraum. Die Elternschaft hat immer wieder auf die Missstände hingewiesen. Der Bedarf wurde durch die Verwaltung schon 1999 festgestellt. Weitere Baumaßnahmen, wie die Modernisierung der sanitären Anlagen, wurden unter dem Hinweis auf die anstehenden Baumaßnahmen aufgeschoben.
Auch der Hinweis der Stadtsprecherin, Frau Maaß, bzgl. der zurückgehenden Schülerzahlen in Oldenburg, irritiert mich ein wenig. Herr Martin Schumacher, Dezernatsleiter des zuständigen Dezernats 3 und Herr Heiko Setje-Eilers, Leiter des Amts für Schule und Sport, haben 2006 bzw. 2007 gegenüber dem Stadtelternrat geäußert, dass die Schülerzahlen bis 2011 bzw. 2012 im wesentlichen gleich bleiben. Die Schülerzahlen sinken in diesem Zeitraum bei 26 Grundschulen in Oldenburg lediglich um ca. 100 Schüler und Schülerinnen. (...)
Seit Jahren haben wir genügend Anmeldungen, um einen zweizügigen Betrieb zu gewährleisten. Die beengte Raumsituation zwingt uns u.a., eine Klasse in einem Raum der Turnhalle zu unterrichten. (...) Wir, als Eltern, fühlen uns getäuscht und sind maßlos enttäuscht, wie unsere Kinder als Spielball haushaltspolitischer Spielereien missbraucht werden.
Christian BurmannOldenburg
