Oldenburg - Schülern Hintergrundwissen zum Thema Klima vermitteln, das eigene Umweltbewusstsein stärken und kreatives Handeln ermöglichen – all das verspricht das neue Projekt Klimaschutzschule des Regionalen Umweltbildungszentrums der Stadt Oldenburg (RUZ).

Wie das Konzept funktioniert, stellten Edgar Knapp, Leiter des RUZ, Christel Sahr, Umweltwissenschaftlerin und Mitarbeiterin des RUZ, und Dirk Wolf, Lehrer und Mediendidaktiker, rund 20 interessierten Lehrern und Sponsoren vor. Dazu führten sie im ersten Teil der Präsentation ein Video vor, das den Verlauf des Pilotprojekts an der Helene-Lange-Schule Oldenburg darstellt.

„Das Projekt richtet sich an die Jahrgänge neun und zehn und ist daher für alle Schulformen geeignet“, erklärte Knapp. In zwei Doppelstunden erhalten Schüler an fünf Stationen Informationen zur Energiewende. Es gilt, klimarelevante Zusammenhänge zu erkennen, die sie in einer „Klimakladde“ festhalten.

„Dabei war uns wichtig, dass die Schüler nicht nur vor den Computern sitzen, daher haben wir ein Set mit Utensilien zusammengestellt“, so Mediendidaktiker Wolf. Dieses benötigen die Schüler für die weiteren Schritten. Sie müssen ihr eigenes Verhalten einschätzen, bewerten und sollen zu einer persönlicher Position finden. Je nach eigenem Kohlenstoffdioxid-Verbrauch müssen die Jugendlichen zum Beispiel einen Rucksack mit Holzbausteinen füllen. „Es war ein merkwürdiges Gefühl, die Last zu spüren“, erklären Schüler des Pilotprojekts im Video der Klimaschutzschule.

Ein weiterer Aspekt des Projektes bietet Schülern die Möglichkeit, das erworbene Wissen und die individuelle Einstellung in einem kreativen Teil auszuleben. Die Aufgabe lautet, sich in das Jahr 2030 zu versetzten und CO 2 -sparsame Visionen in den Lebensbereichen Konsum, Urlaub, Fortbewegungsmittel und Hausbau zu entwerfen. „Es gibt hier kein richtig oder falsch“, erklärte Wolf.

Nachdem die Gäste die „Klimaschule“ als theoretisches Konzept kennengelernt hatten, konnten sie im zweiten Teil der Veranstaltung die Stationen und Lernutensilien selbst ausprobieren.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten war auch Helga Gertje, Projektlehrerin für Gesundheit und Soziales an der Oberschule Osternburg, von den Vorteilen des Projekts überzeugt: „Ich kann mir die Klimaschule gut im Unterricht vorstellen.“ Das hofft auch Knapp: „Wir wünschen uns, irgendwann im Schulcurriculum anzukommen.“