Ahlhorn/Großenkneten - Wenn es am Wochenende oder in den nächsten Tagen an den Haustüren in Ahlhorn, Sage, Bissel, Haast oder Huntlosen klingelt, dann könnten das Schülerinnen und Schüler der Graf-von-Zeppelin-Schule Ahlhorn sein. 34 Jugendliche der Klassen 9a und 9b engagieren sich für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und sammeln Geld.
„Wir beschränken uns nicht auf das Sammeln von Spenden“, sagte am Freitag Schulleiter Dirk Richter, der die Aktion zusammen mit seinen Kollegen Bernhard Böckmann und Karsten Wulf organisiert. „Das Thema Krieg und Frieden ist Teil des Geschichtsunterrichts“, so Böckmann. „Da wir zahlreiche Kriegsflüchtlinge an unserer Schule haben, verknüpfen wir den Unterrichtsstoff mit aktuellen Kriegen wie in Syrien.“
Schon am Volkstrauertag nahmen Oberschüler an der der Gedenkfeier auf dem Friedhof teil, um Erfahrungen zu sammeln.
Am Mittwoch war Marco Wingert, Bildungsreferent des Volksbundes aus Oldenburg, in der Oberschule und erklärte den Jugendlichen die Aufgaben des Verbandes und wofür die Spenden verwandt werden – zum Beispiel für die Pflege von Kriegsgräbern sowie die Suche und Umbettung von Kriegsopfern.
Nächstes Jahr plant die Schule ein Projekt auf dem Friedhof in Sannum, wo Kriegsopfer – Soldaten und Zivilisten – begraben sind. Am Ende soll eine Gedenktafel aufgestellt werden. „Das spannende an dem Thema ist der regionale Bezug“, so Richter.
Wenn die Jugendlichen der Graf-von-Zeppelin-Schule an den Haustüren klingeln, stellen sie sich mit ihren Schülerausweisen vor. Sie verteilen Handzettel der Kriegsgräberfürsorge und tragen jede Spende – falls gewünscht auch mit dem Namen des Spenders – in eine Liste ein. „Spendenquittungen können auf Wunsch ab zehn Euro zugestellt werden“, sagt Richter.
Übrigens: Dass die Schülerinnen und Schüler nicht im Ort Großenkneten sammeln, hängt mit dem ehrenamtlichen Engagement von Friedel Wintermann zusammen. Der Ortsbeauftragte der Kriegsgräberfürsorge geht in Großenkneten selbst von Haus zu Haus und sammelt für den Volksbund.
