Wildeshausen - „Das ist cool“, freut sich Markus, als der Ventilator auf seiner weißen Schirmmütze anfängt sich zu drehen. Das funktioniert aber nur bei gleißendem Licht. Kein Wunder, gehört das technische Wunderwerk doch zur Station „Sonne bewegt etwas“ des großen Umwelt-Parcours, der am Mittwoch in der Aula der Wildeshauser St.-Peter-Schule aufgebaut war. Verantwortlich dafür zeichnete das Team vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) aus Hollen mit der Mobilen Lernwerkstatt, das einer Einladung von Klassenlehrerin Lisa Glander gefolgt war.
Während es an der Solarstation darum geht, Gegenstände mit der Kraft der Sonne zu bewegen – seien es Solarautos, Drehkarussells oder besagte Ventilatormütze – konnten die Viertklässler an den übrigen Stationen Wasser- und Windkraft, Photovoltaik, Solarthermie und vieles mehr in der Praxis erproben. Die Ergebnisse wurden anschließend akribisch in dem kleinen Forscherheft „Energie und Klima“ notiert.
„Wir haben zunächst besprochen, wie überhaupt der Treibhauseffekt funktioniert“, erläutert RUZ-Koordinatorin Edith Janßen und zeigt auf das große Schaubild an der Tafel. „Unsere Erde hat Fieber“ prangt dort in großen Buchstaben. Anschließend gehe es nun darum, zu zeigen, wie man Energie so nutzen könne, dass keine Abgase produziert und damit auch der Treibhauseffekt gebremst würde.
„Uns geht es keinesfalls darum, den Kindern Angst vor der Zukunft zu machen, sondern wir wollen ihnen vielmehr zeigen, wie viele kleine Leute viele kleine Dinge tun können, um etwas zu verändern“, betont Janßen, die bei diesem Projekt nicht nur von der pensionierten Lehrerin Renate Osterloh, sondern auch von zwei Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) unterstützt wird.
„Bewerbungen für das FÖJ nehmen wir übrigens ständig entgegen“, erläuterte die RUZ-Koordinatorin. Das Kennenlernen verschiedener ökologischer Berufsfelder könne jungen Menschen bei ihrer beruflichen und privaten Lebensplanung sehr helfen.
FÖJ-Interessenten können sich melden unter
