WESERMARSCH - Peter Aengeneyndt und Björn Thümler sind am Dienstagabend in aller Form als neue Botschafter der Universitäts-Gesellschaft Oldenburg (UGO) für die Wesermarsch verpflichtet worden. Beide wollen ihren Einfluss nutzen, um der Universität Oldenburg in der Wesermarsch mehr Anerkennung zu verschaffen, sagten sie im Gästehaus der Universität in Oldenburg.
Bei Studenten beliebt
Der Werkleiter von Kronos Titan in Blexen und der CDU-Landtagsabgeordnete aus Berne treten die Nachfolge des ehemaligen NSW-Chefs Dr. Valentin Jug an. Damit ist die Wesermarsch nach dem Ammerland der zweite Landkreis, für den die Universitäts-Gesellschaft zwei Botschafter berufen hat. Künftig soll es in jedem Landkreis einen Botschafter aus der Wirtschaft und einen aus der Politik geben, sagte Uwe-Jens Kruse. Der ehemalige Bankier er war von 1968 bis 2005 Marketingleiter der Oldenburgischen Landesbank (OLB) hat vor acht Jahren das Botschafter-System entwickelt. Mittlerweile werde es von anderen Universitätsgesellschaften kopiert, sagte der UGO-Vorsitzende Michael Wefers.
Die Gesellschaft entsendet Botschafter, weil das Renommee der Carl-von-Ossietzky-Universität zwar deutlich gewachsen, aber immer noch ausbaufähig ist, speziell im Oldenburger Umland. Wie der Uni-Vizepräsident Professor Dr. Hans-Jürgen Appelrath erläuterte, stammen 65 bis 70 Prozent der gut 9000 Studierenden aus dem Oldenburger Land. Ende der 90er Jahre seien es sogar 90 Prozent gewesen. Vor allem beim Lehramts-Studium sei die regionale Verwurzelung sehr stark.
Es gebe aber den Trend, dass viele Studenten nach dem Bachelor-Abschluss an eine andere Universität wechselten, um dort den Master zu erwerben. Dieser Aderlass werde nicht durch Neuzugänge von anderen Unis ausgeglichen.
Aengeneyndt und Thümler haben verabredet, dass sie Kindergärten und Schulen ansprechen und auf das Angebot der Universität mit ihren rund 180 Professoren hinweisen wollen. Auch bei Politikern und Ingenieuren wollen sie für die Möglichkeiten der Uni werben. Wir werden unsere bestehenden Kontakte in Vereinen und Verbänden nutzen, kündigte Aengeneyndt an. Für Extra-Veranstaltungen sind in unseren Zielgruppen die Terminkalender zu voll. Den einmal jährlich stattfindenden Botschafter-Empfang für 100 bis 150 Meinungsbildner in der Region soll es selbstverständlich weiterhin geben.
Keine Einbahnstraße
Björn Thümler betont, dass er seine Botschafter-Tätigkeit nicht als Einbahnstraße sieht. Er werde auch Anregungen aus der Region an die Universität weitergeben, sagte er: Vielleicht lässt sich aus finanziellen Gründen nicht alles verwirklichen, aber Kreativität ist ja nicht verboten.
UGO hat insgesamt acht Botschafter ernannt
