Westerburg - „Kann man rote Beete auch essen?“, fragt ein Schüler der Grundschule Hohenfelde am Dienstagmittag im Garten der Schule. „Natürlich“, antwortet Per-Lasse Wiesner. Der 24-Jährige absolviert noch bis Ende August ein Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) beim Regionalen Umweltzentrum Hollen, Standort Huntlosen.
Das Projekt „Färberpflanzenhochbeet“ hat er zusammen mit dem FÖJler Simon Mohn (19) in Kooperation mit der Grundschule Hohenfelde im Frühjahr gestartet. Dabei geht es vor allem um Pflanzen, die zum Färben dienen können. So schneiden die Kinder die rote Beete in kleine Streifen; diese dienen dann als Stifte, mit denen die Jungen und Mädchen auf einem Blatt Papier malen können. Ihnen soll laut Mohn gezeigt werden, dass hinter dem Thema Farbe mehr stecke als nur Buntstifte. Die Idee zum Projekt kam ihnen durch die Färbergarten-Netzwerkinitiative „Sevengardens“.
Auch über die Pflanzen an sich und die Umwelt erfahren die Schüler mehr: „Alles was wir hier angepflanzt haben, erfreut auch die Insekten“, erklärt Wiesner.
Begonnen haben sie das Projekt vor einigen Monaten mit den damaligen Viertklässlern. Einmal die Woche kamen die Schüler, die FÖJler und die Leiterin der Umwelt-AG, Friederike Westerkamp, zusammen, um den Bau eines Hochbeetes zu planen und anschließend durchzuführen. „Das Beet ist dann relativ schnell entstanden“, erklärt Mohn. „Die Kinder waren dabei super motiviert.“
„Für uns war es ganz toll, diesen Schwerpunkt mit dem fachlichen Hintergrund für die Schüler anzubieten“, sagt Westerkamp. Während für die beiden Freiwilligen des Umweltzentrums das Projekt zu Ende geht, starten sechs Kinder aus der dritten Klasse und vier Kinder aus der vierten Klasse jetzt mit der Umwelt-AG.
Eine Katze, die Sonne und ein Pokémon – bei den ersten Versuchen mit den Stiften aus roter Beete zu malen, sind direkt schöne Bilder mit verschiedenen Motiven entstanden. Und selbstverständlich durfte das Gemüse auch probiert werden.
