WESTERSTEDE - Seit mittlerweile fünf Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium Westerstede und dem „13. Lyzeum“ im polnischen Breslau. Jedes Jahr sind die Schüler im Nachbarland zu Gast.
Langeweile kommt deswegen jedoch noch lange nicht auf. Schließlich gebe es in dem jeweils anderen Land doch immer etwas neues zu entdecken, finden zumindest die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11c.
Die Jugendlichen wissen, wovon sie sprechen. Sie kommen gerade erst von einer Reise in das Nachbarland zurück. Zehn Tage lang waren sie in „Wroclaw“ (zu deutsch: Breslau) zu Gast. Bereits im September vergangenen Jahres waren polnische Schüler zu Besuch in Westerstede. Die Jugendlichen sind jeweils in den Familien der Tandempartner untergebracht. Von einem „normalen“ Austausch kann dabei jedoch keine Rede sein. „Uns ist wichtig, dass wir einen projektbezogenen Austausch machen“, betont Michael Timpe. Der Deutschlehrer nimmt deshalb seit drei Jahren mit seinen jeweiligen Klassen an dem bundesweiten Projekt „Umwelt baut Brücken“ teil. Zusammen mit Jugendlichen des örtlichen „13. Lyzeums“ besuchten die Gymnasiasten eine Kläranlage und eine Mülldeponie in der niederschlesischen Metropole. Dort informierten sich die Schülerinnen und Schüler über die Arbeit vor Ort. Die Ergebnisse werden dann in einem Zeitungsartikel verarbeitet. Die Jugendlichen lernten so eine völlig neue Seite des
Nachbarlandes kennen.
Einer, der auf polnischer bereits vor knapp drei Jahren an diesem Programm teilgenommen hat, ist Marcin Kacaper. Der 18-Jährige absolviert gerade ein Praktikum im Berliner Bundestagsbüro von Thomas Kossendey. Beide besuchten jetzt das Gymnasium Westerstede, um sich mit den Schülerinnen und Schüler über ihre Erfahrungen im Nachbarland auszutauschen. In einem Punkt waren sich alle einig: Der Austausch ist eine wertvolle Erfahrung. In vielen Bereichen seien zudem kaum noch Unterschiede zwischen den beiden Ländern zu erkennen.
Thomas Kossendey freut sich über den engen Kontakt des Gymnasiums zu der polnischen Partnerschule. Der Austausch mit dem Nachbarland sei für ihn alles andere als langweilig. „Ich habe die Neugierde noch lange nicht verloren“, so Kossendey.
