WESTERSTEDE - Das Gymnasium Westerstede macht seinem Ruf als Europaschule alle Ehre. Gleich sechs Austausche innerhalb Europas fanden in diesem Schuljahr statt. Dabei reisten die Schüler der 11. Klassen entweder nach Frankreich, Irland, Polen, Lettland, Slowakei oder nach Litauen.

In der Regel bekommen die Heranwachsenden auch einen Gegenbesuch aus den jeweiligen Partnerstädten. Der jüngste Besuch einer lettischen Schülergruppe liegt erst wenige Wochen zurück. Für sieben Tage kamen rund 20 Schüler aus Liepaja – 220 Kilometer westlich von Riga entfernt – zu einem Besuch nach Westerstede. Eine abwechslungsreiche Woche stand für die Schüler aus Lettland und der Klasse 11a des Gymnasiums auf dem Programm. Neben gemeinsamen Grillen und einer Bootsfahrt über das Zwischenahner Meer wurde auch eine Fahrt mit der Draisine nach Ocholt unternommen.

Während der Austauschwoche mussten die Schüler in kleinen Gruppen auch eine Projektarbeit anfertigen. Dazu mussten die deutschen und lettischen Schüler gemeinsam das Thema „Hafenstädte – Bremen-Liepaja-Bremerhaven“ ausarbeiten und die drei Städte miteinander vergleichen. Speziell dazu besuchten sie unter anderem Bremen, Bremerhaven und Baltrum.

Die Ergebnisse der Projektwoche wurden am letzten Abend von allen Teilnehmern präsentiert. „Wir versuchen möglichst landestypische und projektbezogene Austausche mit den Partnerschulen zu organisieren“, sagte Michael Timpe, Koordinator für den Europaaustausch am Gymnasium.

Auch die Schüler der Klasse 11d hatten während ihrer Fahrt in das französische Straßburg ein Projekt zu erarbeiten. Das Hauptaugenmerk der fünftägigen Reise war die jüngste Europawahl. Passend dazu besuchten die 17 deutschen Schüler den Europarat und das Europäische Parlament. Ein Gegenbesuch von französischen Schülern blieb jedoch aus, weil das Gymnasium derzeit keine Partnerschule in dem Nachbarland hat.

Sprachprobleme hat es bei allen Austauschen laut Timpe nicht gegeben. Englisch reiche in den meisten Fällen aus. „Notfalls kommunizieren die Schüler mit Händen und Füßen“, fügte der Studiendirektor hinzu.