WESTERSTEDE - „Grade die heutige Generation, die oft Reisen ins Ausland unternimmt, gilt es, die Wichtigkeit eines umfassenden Impfschutzes ins Bewusstsein zu rufen“, erklärte Dr. Bernadette Luttmann, Fachärztin für Kinderheilkunde im Kinder- und Jugendärztlichen Dienst Ammerland anlässlich der Auszeichnung der Gewinnerklassen der Impfpass-Leseaktion im vergangenen Jahr. Alle Siebtklässler des Landkreises waren durch das Gesundheitsamt dazu aufgerufen worden, ihre Impfpässe einzureichen. Insgesamt 1509 Siebtklässler hatten sich beteiligt – „mehr als beim letzten Mal“, freute sich Luttmann.
Acht siebte Klassen der Haupt- und Realschule Wiefelstede, der Kooperativen Gesamtschule Rastede, der Astrid-Lindgren-Schule Edewecht, des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewechts sowie der Carlo-Collodi-Schule und des Gymnasiums Westerstede waren dem Aufruf geschlossen gefolgt. Die Belohnung: Jede Klasse freute sich über eine Urkunde sowie drei Euro pro eingereichtem Impfpass.
„Je mehr Menschen geimpft sind, desto besser ist auch der Schutz für Menschen, die keine Impfungen vertragen“, erklärte Bernadette Luttmann den Schülern die Wichtigkeit eines möglichst breiten Impfschutzes. Auch Impfungen gegen hierzulande seit längerer Zeit nicht mehr oder nur selten vorkommende Infektionskrankheiten wie Polio und Diphtherie seien notwendig, da diese Krankheiten in anderen Ländern immer noch verbreitet seien.
Seit rund 20 Jahren gibt es nun die Impfpassleseaktion im Ammerland. Der Zweck: „Die Aktion dient vor allem dazu, sich daran zu erinnern, sich regelmäßig impfen zu lassen“, erklärte Bernadette Luttmann. Schließlich könnten viele vermeintliche Kinderkrankheiten, wie Mumps, Masern oder Röteln ernste Folgen nach sich ziehen.
Das Gesundheitsamt hatte nach Durchsicht der Impfpässe noch einzelne Empfehlungen ausgesprochen. Allgemein war aber feststellbar: „Die Durchimpfungsraten im Ammerland sind sehr gut“, versicherte Luttmann. Trotzdem sei es stets das Bestreben, diese Raten weiter zu verbessern.
