WESTERSTEDE - Die mögliche Entwicklung einer Oberschule in Westerstede war Thema der ersten Sitzung des neu konstituierten Stadtelternrates. Dieser machte klar, dass unabhängig von Veränderungen in der Schullandschaft weiterhin die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) im Landkreis als Alternative zu bisherigen und zukünftigen Schulformen bevorzugt werde. Wie einer entsprechenden Mitteilung zu entnehmen ist, vertritt man den Standpunkt, diese Alternativen dürften eben nicht von der Einkommenssituation der Familien abhängig sein. Deshalb sehe man die Bemühungen zur Einrichtung einer privaten IGS in der Gemeinde Wiefelstede zwar als ersten Schritt, stelle aber fest, dass diese Einrichtung nicht den Bestreben des Westersteder Stadtelternrates entspricht, Kindern aus einkommensschwachen Familien gerecht zu werden. Mit einem Schulgeld von zunächst etwa 400 bis 600€ Euro im Monat scheine dies nicht erreichbar.

Der Stadtelternrat mache sich dafür stark, jedem Schüler individuelle Schulbildung zu ermöglichen. Alle Wege zum Schulabschluss sollten solange wie möglich offen sein und sich den Entwicklungen der Schüler anpassen.

Die Oberschule müsse daher die Möglichkeit haben, einen mittleren Bildungsabschluss nach zehn Schuljahren, und auch der Allgemeinen Hochschulreife nach 13 Jahren, anzubieten. Eine Kooperation mit dem Gymnasium Westerstede ab Oberstufe oder auch der BBS Ammerland werde als sinnvolle Option betrachtet, ebenso eine Integration der Technikschule oder auch anderer Schwerpunkte in die Oberschule.