WESTERSTEDE - Klimadiagramme aus Honolulu oder Niederschlagsdiagramme aus Ouagadougou sind Schnee von gestern. Heute arbeiten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Westerstede mit Daten vom eigenen Dach.
Dort wurde am Dienstag die neue Wetterstation eingeweiht. Die 4000 Euro teure Anlage wird Informationen zu Wind, Feuchtigkeit, Temperatur, Sonneneinstrahlung und Niederschlag liefern. Mit 3000 Euro unterstützte die LzO-Stiftung Ammerland das Projekt.
Freude auch bei Schülern
Begeistert von den Möglichkeiten sind nicht nur die Verantwortlichen. Auch Schüler freuen sich: „Wir können mit Hilfe der Station mit Daten von heute arbeiten und müssen keine alten Zahlen benutzen“, so der Siebtklässler Jannes von Lengen. Er wird außerdem dank der gewonnenen Daten mit Erdkundelehrer Thomas Norrenbrock die Wetteranalysen der Profis untersuchen können.
Viele neue Möglichkeiten
Aber auch Informatiker kommen zum Zug. Lehrer Matthias Perenthaler wird mit Vincent Hannibal und anderen Schülern dafür sorgen, dass die Daten verwertbar sind. Außerdem sollen sie auf einer Anzeige in der Pausenhalle und der Internet-Seite der Schule verfügbar sein.
Diese Funktionen sind besonders wertvoll für die Schule. Die alte Wetterstation, die nach 15 Jahren Dienstzeit nicht mehr zu reparieren war, hatte derartige Möglichkeiten noch nicht. Deshalb freut sich auch Uwe Riegel über die neue Technik. Er hat das Projekt angeschoben – auch wenn er vor zwei Jahren in den Ruhestand gegangen ist. Riegel unterstützt die Schule aber weiterhin mit Jugend-forscht-Projekten. Die Daten der Wetterstation können dafür genutzt werden, aber auch für andere schulische Angebote.
Für die Schüler ist es jedenfalls jetzt schon ein Gewinn: Sie brauchen Honolulu nur noch, um es mit Westerstede zu vergleichen.
