WESTERSTEDE - Ob sich die Zahl der Westersteder Grundschulen in den kommenden Jahren unverändert halten lässt, ob es möglicherweise zu Zusammenlegungen kommen wird, oder ob sogar über die Schließung ganzer Unterrichtsstätten entschieden werden muss, lässt sich nach wie vor offenbar noch nicht schlüssig beantworten. „Die Beratungen in den Gremien laufen. Wir müssen am Ende abwägen, welche Entscheidungen die richtigen sind“, erklärte am Mittwoch Bürgermeister Klaus Groß.

Auch zu den Zukunftsaussichten der kleinsten Ammerländer Grundschule in Gießelhorst kann die Stadtverwaltung sich konkret nicht äußern. In Gießelhorst werden gegenwärtig 63 Kinder in vier Klassen unterrichtet. Das entspricht einer Halbzügigkeit. Anderswo gibt es noch viel kleinere Schulen – zum Beispiel im Nachbarlandkreis Wesermarsch, wo eine Schule mit gerade einmal 36 Jungen und Mädchen existiert. In der Region Lüneburg gar wird der Unterricht mit noch 24 Kindern aufrechterhalten.

Zu dem Problem mit den Zwergschulen hatte Niedersachsens Kultusminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) erst unlängst erklärt, die Landesregierung plane derzeit keine zusätzliche gesetzliche Regelung, die kleine Schulen zur Kooperation oder zum Verbund mit benachbarten Primarschulen zwingen würden. Damit beantwortete der Minister eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion.

Der Unterhalt von Unterrichtsstätten ist allerdings auch nicht Aufgabe des Landes, sondern die der Schulträger. Und das wiederum sind die Kommunen. So wird die Entscheidung über die Zwergschule Gießelhorst von Politik und Verwaltung getroffen. Wann und wie – das mag gegenwärtig wohl keiner schlüssig beantworten.