WESTERSTEDE - „Lehrersein ist nicht nur ein Beruf, sondern auch ein Stück weit eine Berufung“, erklärte Landrat Jörg Bensberg in der Zwischenahner Hauptschule. „Und diese Schule hebt sich durch ein vorbildliches Engagement der Lehrkräfte ab.“ Sichtlich erfreut über das Kompliment zeigte sich der Schulleiter Reinhard Lobmeyer.
Anlass für das große Lob war erneut eine Auszeichung: Die Zwischenahner Hauptschule erhielt das Gütesiegel „Startklar für den Beruf“. Bereits zum dritten Mal in Folge seit 2003 konnte die Einrichtung mit ihrer Berufsvorbereitung überzeugen. So überbrachten Thorsten Lucht, Leiter des Nordmilch-Werkes in Edewecht, zusammen mit Hartmut Taute von der Landesschulbehörde und Landrat Jörg Bensberg Urkunde und Plakette. „Ich habe großen Respekt davor, dass die Schule ihr Konzept mit so großen Erfolg umsetzt“, lobte Thorsten Lucht.
Bei der Zwischenahner Hauptschule sei die Ammerländer Kommission, die das Gütesiegel vergebe, vor allem durch die vielen Projekte und Aktivitäten zur Berufsorientierung überzeugt worden. Darüber hinaus begeisterten der gezielte Förderunterricht in Mathematik, Physik und Deutsch undr das „Soziale Lernen“ der Fünft- und Sechstklässler die Jury. Auch mit der Schlichterausbildung von Schülern oder den Projekttagen zur Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit außerschulischen Betrieben konnte die Schule punkten. So durfte sichder Zwischenahner Baumschulist Ubbo Kruse über eine Auszeichnung freuen, weil er Jugendliche bei Projekttagen in „Grüne Berufe“ schnuppern lasse. „Die Schüler sollen Einblicke in die Berufswelt bekommen“, erklärte Diplompädagogin Martina Rathje. „Projekttage mit Jugendlichen sind auch für uns ein Gewinn“, betonte Kruse. „Von unseren sieben Auszubildenden haben viele vorher die Zwischenahner Hauptschule besucht.“ Auch die Hauptschüler selbst sind mit dem Konzept zufrieden. „Wir wollen unseren Realschulabschluss und danach Abitur machen“, erklärten die Zehntklässlerinnen Naomi und Marielena. Mediendesignerin und Modejournalistin seien ihre beruflichen Ziele. „Wichtig ist, dass Jugendlichen bewusst wird, daß die Hauptschule ein Teil des Bildungsweges sein kann“, so Schulleiter Lobmeyer. „Auch mit einem Hauptschulabschluss kann man bis zum Studium kommen.“
