WESTERSTEDE - Das Gymnasium Westerstede will sich mit anderen Schulen um den niedersächsischen Schülerfriedenspreis bewerben. Seit Beginn des Schuljahres 2009/ 2010 arbeiteten acht beteiligte Projektschulen aus Deutschland und Polen an dem von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft ausgeschriebenen Projektthema „Freund und Feind in den Medien“, das im Rahmen des Förderprogramms Europeans for Peace stattfindet.
Die Projektgruppen besuchten sich im Laufe des Projektjahres gegenseitig und recherchierten dabei in der Region der jeweils gastgebenden Schule ein bestimmtes regionalgeschichtliches Ereignis der nordwestdeutschen, schlesischen und zentralpolnischen Geschichte. In der Internationalen Jugendbegegnungsstätte im polnischen Kreisau fand jetzt die Abschlusskonferenz statt.
Die Schüler setzten sich in dem Projekt mit Stereotypen auseinander. Sie führten Gespräche mit Zeitzeugen und sammelten Informationen über wichtige historische Ereignisse wie den Warschauer Aufstand. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden auf einer gemeinsamen Internetseite festgehalten.
Mit dem zuständigen Lehrer Michael Timpe und Referendar Thomas Spahn arbeiteten Schüler des zehnten Jahrgangs mit Oberstufenschülern zusammen. „Wir kamen in der Gruppe sehr gut zurecht. Das war eine tolle Erfahrung“, waren sich die Schüler am Ende einig. Es sei allerdings nicht immer leicht gewesen, Zeitzeugen zu finden und an die erforderlichen Informationen zu gelangen.
In Teilgruppen beschäftigten sich die Westersteder mit den Schülern des 13. Liceums Wroclaw im Rahmen des European-Niners-Projektes mit polnischen Spuren im Emsland in der Zeit von 1945 bis 1948. Ferner ging es um den Herbst der Völker 1989. Hier standen die Rolle und Bedeutung der Gewerkschaft Solidarnocs für den Zusammenbruch des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa sowie die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen im Mittelpunkt.
