WESTERSTEDE - Mit großer Mehrheit hat sich der Westersteder Stadtrat bei einer Nein-Stimme und fünf Enthaltungen für die Umwandlung der Robert-Dannemann-Schule (RDS) entschieden. Die Einrichtung wird ab dem Schuljahr 2012/13 als Oberschule mit gymnasialem Zweig geführt und hält ein teilgebundenes Ganztagsschulangebot vor. Die pädagogischen Konzepte von Oberschule und Gymnasium sollen sich ergänzen. Dem Beschluss vorausgegangen war eine lebhafte Diskussion.

Wie Frank Oeltjen darlegte, favorisiere die SPD eigentlich die Integrierten Gesamtschule (IGS). Da sich dieses Modell aber nicht realisieren lasse, sei die Oberschule für alle Beteiligten derzeit das Beste.

Peter Meiwald (Grüne) bezeichnete die Oberschule als „Mogelpackung“. Er befürchte größere Klassen und weniger sozialpädagogische Betreuung. Weil Fragen noch offen seien, hätte sich der Rat mehr Zeit für die Beschlussfassung nehmen müssen.

Unterstützung erhielt er von Jochen Niemann (CDU). Das Für und Wider sei nicht ausreichend beleuchtet worden. Die Elternbefragung sei einseitig gelaufen, die finanziellen Auswirkungen der Umwandlung nicht genügend berücksichtigt worden und die Fördermöglichkeiten der Schüler seien sehr begrenzt. Er forderte daher, dieses Thema erst einmal im Ausschuss zu diskutieren. Sein Antrag fand jedoch keine Mehrheit.

Andere Christdemokraten sprachen sich hingegen für die sofortige Umwandlung aus, um eine größere Vielfalt an Schulformen anbieten zu können und dem Elternwillen gerecht zu werden. Diese Ansicht stützt auch die UWG.

Die FDP stimmte ebenfalls mehrheitlich zu. Peter Drossen jedoch sah durch den neuen gymnasialen Zweig möglicherweise Probleme auf das Gymnasium zukommen und enthielt sich deshalb der Stimme.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede