Westerstede - Momentan ist der Spitzboden der Kunstschule und Kreativwerkstatt „Abraxas“ ein dunkler, kalter Raum, der etwas marode wirkt und als Abstellkammer genutzt wird. Das soll sich aber schon bald ändern. Denn inzwischen hat der Trägerverein die notwendige Summe Geld für den geplanten Ausbau beisammen. Gut 70 000 Euro, so schätzt Vorsitzende Ortrud Kreft, werden benötigt, um daraus einen gemütlichen „Denk- und Theaterraum“ zu schaffen und damit das Angebot der Einrichtung zu erweitern.
Genutzt werden soll der Dachboden für kleinere Gruppenaktivitäten und als Rückzugsraum zum Nachdenken und Entspannen. „Neben der Werkstatt und den Malräumen brauchen wir ein Ausweichquartier“, erklärt Kreft.
Bestätigen kann das auch Theaterpädagoge Bodo Neemann, der vor Ort Ansprechpartner für die Kinder und Jugendlichen ist. Mehr als 80 feste Teilnehmer nutzen das kreative Angebot der Kunstschule regelmäßig. So wird gemalt, gebaut, geformt und Theater gespielt. Selbst Fünfjährige nehmen schon das Angebot der ästhetischen Früherziehung wahr. Darüber hinaus werden etliche Einzelveranstaltungen organisiert.
Zudem gibt es schon länger eine Kooperation mit dem Hospizdienst und dem Palliativstützpunkt. Trauernde Kinder und Jugendliche haben im Abraxas einen Treffpunkt, wo sie ihren Verlust im Gespräch und mit kreativen Angeboten verarbeiten können. Auch für sie wäre der neugestaltete Raum sehr gut geeignet.
Seit mehr als einem Jahr laufen schon die Planungen für den Ausbau und die Suche nach Geldgebern. 50 000 Euro hatte das Land in Aussicht gestellt, weitere Sponsoren kamen hinzu. Mit einer Spende der VR-Stiftung in Höhe von 10 000 Euro, die jetzt übergeben wurde, können die Pläne nun im kommenden Jahr realisiert werden. Dass dieses Geld gut angelegt ist, davon überzeugte sich der Vorstandsvorsitzende der VR-Stiftung, Harald Lesch, bei einem Besuch im Abraxas.
Vorgeschlagen wurden die finanzielle Zuwendung von der Volksbank vor Ort: „Wir fühlen uns mit der Region verbunden und möchten etwas für Westerstede tun. Hier können wir den Verein mit seinem Angebot unterstützen und zum Erhalt eines historischen Gebäudes beitragen“, sagte Stefan Terveer, Vorstand der Volksbank Westerstede eG.
