WESTERSTEDE - Die Diakoniestation Westerstede/Apen ermöglicht mit einem geschulten ehrenamtlichen Helferkreis den Angehörigen von demenzkranken Menschen eine „Atempause“. Dabei handelt es sich um ein so genanntes qualitätsgesichertes, niedrigschwelliges Angebot. Diese zusätzliche Leistung der Pflegekassen unterstützt die Betreuung dementer Menschen mit 100 Euro oder 200 Euro im Monat, unabhängig von einer Pflegestufe.

In Kooperation mit der evangelischen Erwachsenenbildung Westerstede konnte der ehrenamtliche Helferkreis der Diakoniestation Westerstede-Apen jetzt erweitert werden. Die Absolventen haben an einer Schulungsreihe teilgenommen und sind jetzt dafür qualifiziert, demenzkranke Menschen in ihrem häuslichen Umfeld zu betreuen und zu begleiten. Hierbei handelt es sich nicht um pflegerische oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Die Unterstützung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen; sowohl eine regelmäßige Betreuung als auch Besuche nach Absprache sind möglich. Die Pflegeperson kann zum Beispiel in Ruhe einkaufen gehen, Besuche machen und an Familienfesten teilnehmen.

„Unser Ziel ist eine fachkundige, liebevolle und wertschätzende Betreuung der Erkrankten, wir erhalten und fördern vorhandene Fähigkeiten“, so Manuela Schüchen, Sozialberaterin mit dem Schwerpunkt Demenzerkrankungen und Koordinatorin des Projektes „Atempause“.

So werden in der Schulungsreihe beispielsweise die Themenbereiche Kommunikation, Beschäftigung, Biografiearbeit und Musik in der Betreuung von demenzkranken Menschen angesprochen, und es wird medizinischer Hintergrund vermittelt.