WESTERSTEDE - Die niedersächsische Landesregierung möchte den Gemeinden ermöglichen, Haupt- und Realschulen zu einer neuen Schulform zusammenzulegen. Die neu zu schaffende Institution soll voraussichtlich den Namen „Oberschule“ tragen. Der Stadtelternrat Westerstede äußert sich dazu kritisch.

Laut der Erklärung des Elternrates müssten zunächst Chancen und Risiken abgewogen werden. So müsse an den Oberschulen die Möglichkeit bestehen, einen mittleren Bildungsabschluss nach zehn Schuljahren, Fachhochschulreife sowie die allgemeine Hochschulreife nach 13 Jahren zu erwerben.

Weiterhin müssten angemessene Klassenstärken, angepasste Lehrerversorgung, sozialpädagogische Begleitung sowie ein sinnvoll gestaltetes Ganztagsangebot gewährleistet sein, heißt es in der Erklärung.

Der Stadtelternrat zeigt sich kritisch und will abwarten, ob die Landesregierung den Ankündigungen Taten folgen lasse. Wichtig sei, dass alle Schüler die Chance bekämen, die verschiedenen Abschlüsse zu erreichen, unabhängig vom sozialen Hintergrund. Hierzu sei eine Förderung, angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Schüler nötig. Für eine sinnvolle Lösung sagte der Elternrat sein Unterstützung zu.

Unabhängig davon will man auch weiterhin die Initiativen zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule als zusätzliche Alternative zu bisherigen und zukünftigen Schulformen unterstützen.

Auch bleibe zu klären, welche Auswirkungen die Reformen auf die Entwicklung der Robert-Dannemann Schule zur Technikschule haben würden.